Buch

Vermögensbildung in 26 Schritten

Die Frage „Wie werde ich reich?“ hat sich wohl jeder schon einmal gestellt, die Antwort darauf jedoch längst nicht jeder gefunden. Zum einen liegt das daran, dass es die eine Erfolgsstrategie zur Vermögensbildung nicht gibt. Zum anderen ist der Weg zum Wohlstand stets mit viel Disziplin und Mühe verbunden – und die mag nicht jeder aufbringen.

In seinem Buch Der Erfolgs-Kompass – Das System für jedermann stellt Hendrik Pleil eine Art Atlas der Vermögensbildung vor und weist dann eine mögliche Route zum Wohlstand. Der Ratgeber unterteilt sich in drei Abschnitte. Im ersten geht es um die Themen Selbstmanagement, Zielsetzung und Motivation; der zweite widmet sich dem Umgang mit Geld. Eine Besonderheit stellt der dritte Teil dar. An die eher theoretischen Kapitel zur Finanzoptimierung schließt sich nämlich ein konkreter Umsetzungsplan in 26 Schritten an.

Die ersten beiden Abschnitte des Buches beinhalten im Wesentlichen ein Destillat aus Tipps und Strategien, die man aus anderen Ratgebern bereits kennt. Weder das Pareto- noch das SMART-Prinzip (Spezifisch, Messbar, Akzeptiert, Realistisch, Terminiert) stellen für all jene, die schon mal einen Erfolgsratgeber in der Hand hatten oder einen BWL-Einführungskurs absolviert haben, etwas Neues dar.

Vom kompakten Wissen über Wohlstandsfaktoren …

page-0Der Vorteil des Destillats besteht jedoch in seiner Konzentriertheit. Pleil ordnet Bekanntes überzeugend, erläutert das Vorgehen verständlich und lockert es mit gut gewählten Beispielen auf. Gut geschrieben ist Der Erfolgs-Kompass weitestgehend auch, sachlich, aber nicht dröge, motivierend, aber nicht lärmend.

Die Tipps zur Vermögensbildung sind inhaltlich zwar nicht gerade revolutionär: Geben Sie weniger aus als Sie einnehmen und profitieren Sie vom Zinseszinseffekt. Aber auch hier gilt, dass es bei den wenigsten Menschen am reinen Wissen hapert und mehr an Motivation und Strategie. Darum profitiert der Leser vor allem von Pleils anschaulichen Erklärungen und der guten Aufbereitung.

Schön ist zum Beispiel ein Gedankenspiel zum Thema Konsumausgaben: Wann immer man Geld ausgeben möchte, solle man sich zwei Butler vorstellen, einer, der auf einem Silbertablett das gewünschte Produkt präsentiert, und einen zweiten mit dem Preis des Produktes in bar. Für welchen von beiden würde man sich entscheiden?

… zur individuellen Strategie zur Vermögensbildung

Konkret wird es schließlich im dritten Teil. Hier mausert sich Der Erfolgs-Kompass vom Ratgeber zum Arbeitsbuch. In 26 aufeinander aufbauenden Schritten geht es Richtung Wohlstand – angefangen vom Entwurf eines Erfolgskalenders, über das richtige Priorisieren von Zielen, bis hin zur Erstellung eines Finanzplans.

Ergänzend dazu gibt es für die Leser auf Pleils Website kompass-prinzip.de die Möglichkeit, sich in einen geschlossenen Bereich einzuloggen und ergänzende Informationen und Anleitungen zu erhalten. Das erscheint durchaus sinnvoll. Bei seinem Navi lädt man ja auch von Zeit zu Zeit ein Kartenupdate herunter. Bei einem Wegweiser zur Vermögensbildung sollte man es genauso halten.

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