Buch

Was erfolgreiche Unternehmer auszeichnet

Im Untertitel seines Buches verspricht Rainer Nahrendorf herauszufinden, „was Gründer und Familienunternehmer erfolgreich macht“. Sein Buch ist dabei kein Leitfaden für Existenzgründer und es enthält auch kaum praxisnahe Tipps. Vielmehr ist es eine Sammlung von Unternehmerporträts.

Erfolgreiche UnternehmerDer ehemalige Handelsblatt-Redakteur und Assistent des Bankiers Alwin Münchmeyer taucht ein in die Biografien und Denkweisen. Der „Unternehmer-Code“, also verbindende Elemente und Eigenschaften erfolgreicher Konzerngründer und ihrer Erben, ist für den Autor mehr offene Frage als Gewissheit. Seine „Poträtreportagen“ ergänzt er zudem durch wissenschaftliche Erkenntnisse.

Unter den 13 vorgestellten Unternehmern befinden sich unter anderem Miele-Chef Reinhard Zinkmann, Spreadshirt-Erfinder Lukasz Gadowski und Tiefkühlkosthändler Volkmar Frenzel. Die Bandbreite reicht vom seit Jahrzehnten erfolgreichen Industrieriesen bis hin zu einer mittelständischen Bäckereifirma, das nach Insolvenz und Generationenwechsel wieder in die Erfolgspur zurückfand.

Erfolgreiche Unternehmer haben viele Rezepte

Nahrendorfs Ansatz ist reportageartig. Er begleitet erfolgreiche Unternehmer, unterhält sich mit ihnen und erzählt ihre Geschichten. Infokästen oder gar Selbsttests gibt es in seinem Buch keine. Lehrreich ist seine Forschungsreise zu den „stillen Stars“, wie der Autor sie nennt, dennoch. So vielen Selbstständigen kommt man sonst kaum derart nah.

Dankenswerterweise wahrt Nahrendorf genug Distanz zu den Porträtierten und macht sich ihre Ansichten nicht zu Eigen. Was man daraus mitnehmen kann, muss man sich als Leser selbst suchen. Was macht erfolgreiche Unternehmer also aus? Für Reinhard Zinkmann sind es Siegeswillen und Begeisterung; für Kim-Eva Wempe ist es Lösungsorientierung, Xing-Gründer Lars Hinrichs betont vor allem die Fähigkeit eine „Mannschaft optimal zusammen zu stellen, Mitarbeiter zu finden, die in einzelnen Bereichen deutlich besser sind als der Unternehmer selbst.“

Ein „Unternehmer-Gen“ gibt es nicht

Seine Ergebnisse fasst Nahrendorf schließlich im Schlusskapitel des Buches zum „Unternehmer-Code“ zusammen. Er besteht aus einem ganzen Bündel von Fähigkeiten und Eigenschaften. Die gute Nachricht für alle, die über den Schritt in die Selbstständigkeit nachdenken: Die wenigsten Bestandteile des „Unternehmer-Codes“ sind angeboren, ein „Unternehmer-Gen“ gibt es nicht. Erfolgreiche Unternehmer, ob sie eine Firma aufbauten und weiterführten, waren und sind in aller Regel ihres eigenen Glückes Schmied gewesen.

So fordert der Autor am Ende dazu auf, es selbst zu wagen. Den Unternehmer-Code will er darum als Mutmacher verstanden wissen. Und „Mutmacher zur Selbstständigkeit kann es nicht genug geben.“


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