Thomas EdisonNach Leonardo da Vinci (1452-1519) gilt Thomas Alva Edison (1847-1931) als produktivster und bekanntester Erfinder der Geschichte. Mehr als 1000 Patente hat er im Laufe seiner Karriere eingereicht. Viele davon sind heute selbstverständliche Bestandteile des Alltags: Glühbirne, Filmkamera oder Gleichstrom. Wer war dieser Edison und worin bestand sein Geheimnis?

Thomas Alva Edison wurde als jüngstes von sieben Kindern in einem Dorf in Ohio geboren. Eine Schule besuchte er nur für kurze Zeit, danach unterrichtete ihn seine Mutter zu Hause. Höhere Bildung oder gar ein Ingenieursstudium genoss Edison nie. Stattdessen fing er früh an, selbstständig zu arbeiten. So verkaufte er als Junge in Zügen Zeitungen und Süßigkeiten. Dabei stellte er sich jedoch derart geschickt an, dass Edison seinerseits bald Leute einstellen und in einem selbsteingerichteten Labor im Zug lesen, experimentieren und eine eigene Zeitung drucken konnte.

Hier zeigten sich bereits einige seiner Talente, die Thomas Edison später berühmt machen sollten: Edison war unermüdlich, ergriff Gelegenheit beim Schopf und scheute sich nicht, andere für seine sich einzuspannen.

Thomas Edison als Ideenmanager

Seine erste richtige Erfindung, ein elektrischer Stimmzettelzähler, war 1868 ein Fehlschlag. Edison ließ sich dadurch jedoch nicht entmutigen und wagte einen neuen Versuch mit einem Gerät, von dem er sich am Markt größere Chancen ausrechnete. Er konstruierte einen Börsenticker, also ein Gerät, das aktuelle Aktienkurse empfangen und anzeigen konnte. In das Verkaufsgespräch mit dem Präsidenten der Gold & Stock Telegraph Company ging er mit Preisvorstellungen um die 5000 Dollar, beließ das erste Angebot jedoch seinem Gegenüber. Eine kluge Entscheidung, denn der Manager soll dem damals 24-jährigen Edison sofort 40.000 Dollar für seine Idee geboten haben, was heute rund 678,000 Dollar entspricht.


Der Erfinder schlug ein und investierte das Geld in sein Unternehmen, in dem er zunächst Börsenticker produzieren ließ und es später zum größten privaten Forschungszentrum der Welt ausbauen ließ. So legte er den Grundstein für eine lange Karriere, gesäumt von Dutzenden erfolgreich umgesetzter Produktideen: von der Glühlampe, über die Schreibmaschine, bis hin zur drahtlosen Telegrafie.

Diese mussten nicht zwangsläufig seine eigenen sein. Thomas Edison war zwar einerseits ein Erfinder, vor allem aber war er ein brillanter Ideenmanager und -verkäufer. Seine besondere Eigenschaft war, dass er ein Gespür für marktfähige Produkte besaß.

Sein Arbeitsmotto beschrieb er einmal wie folgt:

„Ich bin ein guter Schwamm, ich sauge Ideen auf und mache sie nutzbar. Die meisten meiner Ideen gehörten ursprünglich Leuten, die sich nicht die Mühe gemacht haben, sie weiterzuentwickeln.“

Lesen Sie auch

Noch keine Kommentare vorhanden.

Sag' Deine Meinung!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *