Quelle: Kristin Otto bei den Weltmeisterschaften 1982, Foto: Kluge, Wolfgang Bundesarchiv, Bild 183-1982-0804-030 / CC-BY-SA [CC-BY-SA-3.0-de], via Wikimedia Commons

Auf Platz 3 der besten deutschen Olympioniken steht eine sechsfache Olympiasiegerin und mehrfache Europa- sowie Weltmeisterin im Schwimmen: Kristin Otto.Eigentlich wuchs die Tochter eines Physikprofessors und einer Physiotherapeutin eher mit der Leichtathletik auf, doch 1975 nahm eine Freundin sie mit in einen Leipziger Schwimmclub. Der 9-jährigen Kristin gefiel es im Wasser so gut, dass Sie die Tartanbahn ganz gegen das Becken tauschte. Sechs Jahre später folgte dann ihr erster internationale Erfolg: Der Sieg beim Europacup in London über 100m Rücken. 1982 wurde die gerade einmal 16-Jährige dreifache Weltmeisterin, zwei Jahre später gelang ihr ein neuer Weltrekord über 200m Freistil.Durch den Boykott der Ostblockländer gegen die Olympischen Spiele 1984 in Los Angeles wurde es vorerst ruhiger um die Leipzigerin, bis sie bei den Weltmeisterschaften 1986 vier Titel und zwei Zweitplatzierungen holen konnte.
Nach diesen Erfolgen gab es nur noch ein mögliches Ziel: Olympia.1988 in Seoul war es so weit und die Leistung der Leipzigerin phänomenal: Sechs Goldmedaillen konnte sich Otto erschwimmen. Damit wurde sie zur Königin der Spiele und Sportlerin des Jahres in der DDR und Europa gewählt. Keine andere Sportlerin hatte bisher so viele Medaillen bei einer einzigen olympischen Austragung gewonnen.

1989 beendete die Schwimmerin ihre Karriere, nachdem sie noch einmal bei den Europameisterschaften in Bonn zwei Gold- und eine Bronzemedaille gewann. Dank ihres Journalistikstudiums in Leipzig gelang ihr ein nahtloser Übergang in die Karriere als Sportmoderatorin und Kommentatorin beim  ZDF.

Doch die Erfolge der Schwimmerin haben auch eine Schattenseite: Im Zusammenhang mit den Dopingvorwürfen gegen einen leitenden Arzt des DDR-Schwimmsportverbandes, fiel, neben 21 anderen Schwimmernamen, auch der Name „Kristin Otto“. Bis heute dementiert sie jemals wissentlich verbotene Mittel genommen zu haben – aber Klarheit wird es in diesem Punkt wohl nie geben.
Ein Aspekt der zumindest für sie sprechen könnte ist, dass die Mittel von 1985 bis 1989 verabreicht worden sein sollen. Aber schließlich zeigte Kristin schon vor dieser Zeit ein Weltklasseniveau.


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Jessica Walther

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