Kolumbus-Tag

Der heutige 285. Tag des Jahres mag für Deutschland nur ein weiterer, eher trister Freitag sein, der das Wochenende einleitet. Für Spanien, die USA und Argentinien ist heute jedoch ein besonderer Gedenktag, der in New York City schon am Montag mit einem riesigen Festumzug zelebriert wurde.

Denn heute vor 520 Jahren soll Christoph Kolumbus auf einer Insel der heutigen Bahamas erstmals in der Neuen Welt an Land gegangen sein. Von den damaligen Einwohnern wurde das kleine Land Guanahani genannt, doch Kolumbus taufte es auf den Namen San Salvador – das ist spanisch und bedeutet Heiliger Retter. Und ein solcher, ist auch der 29-jährige Serverin Wobst.

In letzter Sekunde

Severin Wobst ahnte nichts Böses, als er auf Gleis 1a des Mainzer Hauptbahnhofes auf seine S-Bahn wartete. Doch gerade, als die Einfahrt der Bahn ausgerufen wird, fällt eine 66-jährige Frau kopfüber auf die Gleise. Als sich von Weitem die S-Bahn näherte, zögert der 29-Jährige nicht. „Ich habe alles von mir geschmissen und bin hingesprungen, um ihr zu helfen. Sie war bei Bewusstsein, aber ziemlich verwirrt.“ Nur mit Mühe schaffte er es, gemeinsam mit einer jungen Frau, die gestürzte Dame wieder nach oben zu hieven und Erste Hilfe zu leisten. Scheinbar hatte die 66-Jährige einen Schwindelanfall erlitten, doch dank Severin Wobsts heldenhaften Einsatzes konnte die Frau ansonsten unverletzt ins Krankenhaus gebracht werden.

Der wichtigste Preis des Jahres

Heldenhaft – das ist ein Adjektiv mit dem man ebenfalls alle Kandidaten des diesjährigen Friedensnobelpreises hätte beschreiben können. Unter anderem fanden sich auf der Favoritenliste Namen wie Lina Ben Mhenni, die schon während Diktator Ben Alis Regime-Herrschaft in Tunesien bloggte und zum Gesicht des Protests wurde, der den Arabischen Frühling einläutete. Oder Helmut Kohl, dessen Name jährlich für das Vorantreiben der Einheit Europas im Raum schwebte. Doch statt nur an eine Person geht die Auszeichnung 2012 quasi gleich an 500 Millionen Menschen. Denn dieses Jahr wird die Europäische Union mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Grund dafür, obgleich man derzeit mit wirtschaftlichen und sozialen Unruhen zu kämpfen hat, ist, dass die EU über 60 Jahre entscheidend zu der friedlichen und demokratischen Entwicklung in Europa beigetragen hat. Auch die deutsch-französische Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg und die Integration osteuropäischer Staaten nach dem Mauerfall trugen zur Entscheidung des Komitees bei.

Somit dürfen sich nun neben dem amerikanischen Mediziner Robert Lefkowitz (Nobelpreis für Chemie), dem Stammzellen-Pionier Shinya Yamanaka (Nobelpreis für Medizin) und den Physik-Nobelpreisträgern Serge Haroche und David Wineland, auch 500 Milliarden Europäer über die wichtigste Auszeichnung des Jahres freuen.

Umweltbewusster Geschwindigkeitsrausch

Eine Auszeichnung, wenn auch vielleicht nicht die wichtigste des Jahres, erhielt diese Woche ebenfalls der neue Jetta-Hybrid von Volkswagen. Denn der gilt nun als der Schnellste seiner Klasse. Mit einer Maximalgeschwindigkeit von 301,18 Km/h durchbrach das Hybridfahrzeug den Rekord der Fahrzeuge mit weniger als 1,5 Liter Hubraum. Aber keine Angst, bei dieser Wahnsinnsfahrt, die auch noch die Umwelt schonte, wurde niemand geblitzt. Denn der Jetta kommt erst demnächst auf den Markt und wurde nur für eine Testfahrt an seine Grenzen getrieben. Die hat dafür aber deutlich gezeigt, dass man auch mit einem umweltschonenden Fahrzeug schnell und sicher unterwegs sein kann.

Auch rückwärts kann man ans Ziel kommen

Einen weiteren Weltrekord stellte auch die 16-jährige Miranda Ferguson am Montag in der Halbzeitpause eines Footballspiels auf. Dafür hieß es aber nicht wie beim Jetta, mit voller Kraft voraus, sondern mit voller Kraft zurück. Denn die Cheerleaderin aus Dallas schaffte 35 Rückwärtssalti am Stück über eine Strecke von 65 Metern und knackte damit die bisherige Rekordmarke von 32 Salti. Trotz der komplizierten, schwindelerregenden Performance behielt Miranda ihr Ziel klar vor Augen – einfach den Weltrekord zu brechen: „Ich hatte Angst, dass ich bei einem weiteren Salto fallen könnte. Also sagte ich mir: Ich bleibe bei 35 und ich habe es geschafft.“

Wie viele Sprünge die Highschool-Schülerin noch hätte schaffen können, steht in den Sternen – aber vielleicht versucht sie ja nächstes Jahr ihren eigenen Rekord zu brechen? Dann muss wahrscheinlich jedoch ein größeres Footballfeld her.

 

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