Comeback des Winters

11.1Das neue Jahr startete eher verregnet und trüb, dafür aber ungewöhnlich mild. So kletterten die Temperaturen in den ersten zwei Wochen bis in den zweistelligen Bereich. Zum Wochenende plant der Winter nun ein Comeback gegen das Frühlingsnass und kommt zwar mit Minusgraden, dafür aber auch endlich wieder mit Sonnenschein. Das wird auch Zeit. Schließlich haben manche Regionen Deutschlands in den ersten neun Tagen des Januars laut Deutschem Wetterdienst „Null Komma Null Sonnenscheinstunden“ gehabt. Also kramen Sie den Wintermantel hervor und nutzen Sie die ersten Sonnenstunden des Jahres – beispielsweise bei einer Wanderung.

Rettung aus dem Eis

Vielleicht hätten auch die beiden 20-jährigen Tim Lutz und Tom Starke bis zu diesem Wochenende mit ihrer Schneeschuhwanderung warten sollen. Denn die beiden Studenten gerieten vergangenen Freitag in den österreichischen Alpen in eine Schlechtwetterfront. Das Schneegestöber und die Lawinengefahr machten den Bergabstieg unmöglich. Also suchten die zwei Wanderer Schutz in einer Not-Hütte auf 2457 Metern Höhe. Per Handy informierten sie die Rettungskräfte, doch wegen des anhaltenden Schneefalls, konnte der Hubschrauber nicht starten. Weder Freitag noch Samstag, Sonntag oder Montag. Ganze vier Tage mussten die beiden in der Hütte ausharren und hatten dafür nur ihr Wandergepäck und das, was sie in der Hütte vorfanden: einen Kocher zum Schneeschmelzen, Notbetten, Bücher und Spielkarten. An Beschäftigung mangelte es nicht, aber das Essen ging allmählich aus. Gott sei Dank, löste sich keine Lawine über der Hütte und nachdem über anderthalb Meter Neuschnee gefallen waren, konnte der Hubschrauber am Dienstag um 9 Uhr endlich starten. Hungrig aber gesund wurden die beiden Studenten erfolgreich geborgen und schnell mit einer warmen Mahlzeit versorgt.

Weltfußballer des Jahres

Siege, Erfolge, Rekorde – diese drei Worte prägen die Fußballkarriere von Stürmerstar Lionel Messi.  Der Argentinier erhielt in dieser Woche zum vierten Mal in Folge die Auszeichnung als Weltfußballer des Jahres. Dass nach seinen 91 Treffern der Saison 2011/2012 kaum eine andere Entscheidung der Fifa möglich war, bestätigte auch der vorherigen Tor-Rekordhalter Gerd Müller: „Wenn einer annähernd 100 Tore in einem Jahr schießt, kann es keine zwei Meinungen über den Weltfußballer geben.“

Mit dieser Auszeichnung holte der 25-jährige Ausnahmefußballer zudem einen weiteren Rekord, indem er die Dreifachsieger Ronaldo (1996, 1997, 2002) und Zinedine Zidan (1998, 2000, 2003) übertrumpfte. Wir dürfen gespannt sein, welche weiteren Rekorde Lionel Messi noch brechen wird.

33 Meter zum Glück

Mit Rekorden kennt sich auch der arm- und beinamputierte Franzose Philippe Croizon aus. Statt sich 1994 aufzugeben, als ihm nach einem 20.000-Volt-Stromschlag alle Gliedmaßen amputiert werden mussten, entschied sich Philippe zu kämpfen und seine Lebensträume trotzdem zu verwirklichen. So durchschwamm der 44-jährige 2012 mit Hilfe von Prothesen und Schwimmflossen alle Meerengen zwischen den Kontinenten und zeigte, dass man mit Mut und der richtigen Einstellung alles erreichen kann. „Ich sage ihnen, alles ist möglich, alles ist machbar, wenn man den Willen hat, über sich selbst hinauszuwachsen. Alle Menschen, ganz gleich ob behindert oder nicht, sind gleich“, sagte Croizon damals.

Vergangene Woche hat er dies wieder unter Beweis gestellt, indem er als erster Mensch ohne Gliedmaßen auf den Grund des tiefsten Pools der Welt hinuntertauchte. Insgesamt 33 Meter tief tauchte er mittels spezieller Prothesen in Tauchzentrum Nemo 33 – und stellte damit einen neuen Weltrekord auf. Mit diesem Mut, Durchhaltevermögen und unerschütterlichem Willen ist der 44-Jährige ganz klar einer der Gewinner der Woche.

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