Tief „Wolfgang“ und der Weltfrauentag

Gewinner der WocheIn den letzten Tagen konnten wir endlich richtig Sonne tanken und die Schneeschaufeln ruhigen Gewissens im Schrank verstauen. Doch ab Freitag zieht Tief „Wolfgang“ mit arktischer Luft über Deutschland hinweg und bringt den Winter zurück ins Land – und das ausgerechnet am Weltfrauentag. Der wird übrigens seit über 100 Jahren am 8. März begangen, um mehr Rechte für Frauen zu fordern, häusliche Gewalt anzuprangern und für die Gleichberechtigung zu kämpfen. Aber viele Frauen setzen sich nicht nur an einem Tag im Jahr für die Rechte von anderen ein, sondern engagieren sich tagtäglich für eine bessere Welt – für Frauen, Männer oder Kinder. 33 dieser Frauen wurden nun mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet.

Engagement: Heldinnen des Alltags

Ob der Einsatz für Notfallrettung und Erste Hilfe, der Versuch, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen oder der Kampf gegen die Genitalverstümmelung von Mädchen in Afrika – jede der 33 Frauen, die sich am Donnerstag in Schloss Bellevue einfanden, ist ein Gewinn für die Gesellschaft.

Und damit die Gesellschaft ebendies erkennt, überreichte Bundespräsident Joachim Gauck ihnen den Bundesverdienstorden. „Deutschland ist unglaublich reich an leidenschaftlichen Menschen und an guten Taten“, sagte er während seiner Rede. Aber: „Männer werden deutlich öfter und lauter gelobt für ihren ehrenamtlichen Einsatz als Frauen.“

Unter den Frauen, die Orden und Urkunde erhielten, befand sich auch die ZDF-Moderatorin Gundula Gause, die in zahlreichen Ehrenämtern und als Schirmherrin des katholischen Missionswerkes missio tätig ist. Die 47-Jährige bedankte sich auch im Namen all jener für die Auszeichnung, „die ohne den Bekanntheitsgrad eines öffentlich wirksamen Berufes von der Kinderhilfe bis zur Altenpflege, in Tausenden Sportvereinen und unzähligen kirchlichen Einrichtungen ein beeindruckendes ehrenamtliches Engagement zeigen.“

Wer derart an seine Mitmenschen denkt, sich für sie aufopfert und trotz einer erfolgreichen Karriere nicht abhebt, hat definitiv die Ehrung verdient – und den Titel Gewinner der Woche.

Jennifer Suhr überwindet alle Barrieren

Abgehoben ist Jennifer Suhr zwar schon, aber das ist auch gut so! Denn die 31-jährige Olympiagewinnerin von 2012 hat am vergangenen Samstag einen neuen Stabhochsprung-Weltrekord in der Halle aufgestellt. Bei den US-Meisterschaften in New Mexico gelang es ihr 5,02 Meter hoch zu springen und damit den bisherigen Hallen-Rekord der Russin Jelena Isinbajewa um einen Zentimeter zu verbessern.

„Ich wusste, dass große Dinge passieren könnten“, sagte Suhr nach ihrem unglaublichen Höhenflug. „Ich bin glücklich, dass ich die 5 Meter aus dem Weg geräumt habe. Das war eine mentale Barriere.“

Doch eine große Herausforderung wartet noch auf die Leichtathletin – denn die Bestmarke im Freien wird noch immer von Isinbajewa mit 5,06 Metern gehalten. Ein Ziel, das Suhr sicherlich mit ihrem Kampfgeist und Willen noch erreichen kann.

Gratulation zum 115. Geburtstag

Misao Okawas hat zwar schon im letzten Monat einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde erhalten, nichtsdestotrotz gab es auch für die Japanerin in dieser Woche etwas zu feiern: nämlich den 115. Geburtstag. Und den beging sie mit einer Torte, einem Strauß Blumen, jeder Menge Blitzlichtgewitter und ihrem Lieblingsessen: Makrelen-Sushi.

Okawa hätte nie gedacht, ein so hohes Alter zu erreichen. Auch ein wirkliches Geheimrezept habe die älteste Frau der Welt nicht, nur eine Empfehlung: „Achte immer auf deine Gesundheit.“

Und das hat die dreifache Mutter, vierfache Oma und sechsfache Uroma immer beherzigt. Nie hätte sie gesundheitliche Probleme gehabt – außer als sie sich im Alter von 102 Jahren ein Bein brach.

Wir wünschen unserer Gewinnerin der Woche, Misao Okawa, dass es noch lange so bleiben möge und sie noch viele Makrelen-Sushis genießen kann.

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