Die Abwechslung im Mai: Dauerregen, Gewitter und Schauer

Gewinner der WocheVom trübsten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnung, über einen eisigen März und durchwachsenen April bis hin zur Dauerflut im Mai: Das ist die bisherige Wetterbilanz in Deutschland 2013. Und noch immer ist – trotz meteorologischen Sommerbeginns am 1. Juni – keine Rettung in Sicht. Stattdessen soll die durchschnittliche Tagestemperatur am Samstag bei 13 Grad liegen und natürlich weitere Schauer und Gewitter mit sich bringen. Bei diesen Aussichten sollte man vielleicht lieber mit dem Boot und gefüttertem Regenmantel zum Biergarten planschen, um das DFB-Pokalfinale zu verfolgen…

Meisterschaft, Champions League und DFB-Pokal?

Denn verpassen, sollte man dieses Spiel auf keinen Fall. Dabei ist es egal, wie das Wetter in Berlin wird: Am Ende wird es einen strahlenden Gewinner und vielleicht ein historisches Ergebnis geben. Schließlich geht es hierbei um das erste Triple für die Bayern, die bereits vergangenen Samstag in Wembley bewiesen haben, dass sie niemals aufgeben.

Am stärksten spürte man diesen Kampfeswillen bei Arjen Robben. Der vermasselte Elfmeter vom letzten Jahr, alle verpassten Torschüsse während der ersten und zweiten Halbzeit: Nichts davon zählte mehr, als Robben zur Stelle war und das entscheidende 2:1 in der 89. Minute erzielte. Noch ein Jahr zuvor galt er als der große Verlierer – wurde von Fans ausgepfiffen und von den Medien zerrissen – doch gegen den BVB brachte er seine Kritiker endlich zum Schweigen.

Auch wenn er kein Traumspiel ablieferte: In der entscheidenden Sekunde war er da und brachte den Erfolg. Dafür wurde er von Trainer-Legende Sir Alex Ferguson zum „Man of the match“ erklärt und mit Glückwünschen – selbst von den Chelsea-Stars, gegen die er bergangenes Jahr verlor – überhäuft.

Für uns steht deshalb fest: Arjen Robben ist ein absoluter Gewinner der Woche – genauso wie seine Mannschaftskollegen, die endlich den Henkelpokal in den Händen halten dürfen, jetzt um den DFB-Pokal kämpfen und vielleicht das Triple perfekt machen. Wir drücken jedenfalls die Daumen für Samstag!

Münsteraner „Tatort“-Team ausgezeichnet

Der Tatort aus Münster erreicht nicht nur regelmäßig die höchsten Einschaltquoten aller aktuellen Tatort-Teams, er wurde nun auch mit dem „Bobby“ ausgezeichnet. Der Preis, der seit 1999 von der Lebenshilfe vergeben wird und nach dem am Downsyndrom leidenden Schauspieler Bobby Brederlow benannt wurde, zeichnet vorbildliches Engagement für Menschen mit Behinderungen aus.

Im Falle des Tatorts wurden insbesondere die Dialoge zwischen der kleinwüchsigen Gerichtsmedizinerin Silke Haller (gespielt von ChrisTine Urspruch) und dem Professor Karl-Friedrich Boerne (gespielt von Jan Josef Liefers) geehrt, da hier Behinderung und das Abweichen der DIN-Norm nicht als „Leidensthema“ wahrgenommen werden, sondern als Besonderheit, die Positives und Humor bergen kann.

Schauspielerin ChrisTine Urpsurch, die das T in ihrem Vornamen extra immer groß schreibt, sagte hierzu: “Es kommt nicht darauf an, wie groß jemand ist. Ob jemand der allgemeinen Norm entspricht oder einen Grad der Behinderung erfüllt. Es kommt darauf an, was man daraus macht. Ob man bereit für Purzelbäume ist.” Und genau diese Einstellung ist es, die auch der Lebenshilfe imponierte, wie die Bundesvorsitzende Ulla Schmidt betonte: „Wie Silke Haller dem überspitzten Dünkel und der politischen Unkorrektheit ihres Chefs, Prof. Boerne, entspannt und mit Witz begegnet, steht für etwas, das sich in der Gesellschaft endlich positiv verändert: Menschen, die ‘anders’ sind, wollen nicht das Ziel von Mitleid oder Fürsorge sein, sondern sind selbstbewusst und in vielen Bereichen leistungsfähig.“

Weltrekord in 200 Metern Höhe

Ein weiterer Gewinner der Woche ist Reinhard Kleindl: der neue Weltrekordhalter im Slacken. Slacken (oder auch Slacklining) ist eine Sportart, die dem Seiltanzen ähnlich ist, nur dass man auf einem Schlauch- oder Gurtband balanciert, das eher schlaff zwischen zwei Punkten gespannt ist.

Im Fall vom Reinhard Kleindl war das schlaffe Seil zwischen den beiden Türmen des Towers 185 in Frankfurt gespannt. 30 Meter galt es zu überwinden, in einer Höhe von knapp 200 Metern, nur gesichert mit einem Kletterseil, dass an der zweieinhalb Zentimeter breiten Slackline befestigt war. Dabei ging es dem Physiker weniger um den Nervenkitzel, sondern um seinen Traum vom Fliegen, wie er der Frankfurter Allgemeinen erzählte: „Es ist sehr ruhig und friedlich da oben. Man hat das Gefühl zu schweben. Ich mag den Freiraum. Dort zu sein, wo noch niemand war. Das zu tun, was noch niemand gemacht hat.“

Und tatsächlich: In dieser Höhe hatte sich noch keiner auf die Slackline gewagt. Somit hat sich der Österreicher nicht nur einen Traum erfüllt und jegliche Angst überwunden, er hat sich auch den Eintrag im Guinnessbuch der Rekorde gesichert – auch wenn dieser noch offiziell bestätigt werden muss.

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