Ein Jahr voller Rekorde, Glücksmomente und Triumpfe liegt hinter uns. Die eindrucksvollsten haben wir in einer Serie zusammengestellt. Heute: Die größten fünf Erfolge der Monate Juli bis September.

1. Juli – Tiki-Taka ist nicht zu stoppen

Der Hochsommer stand 2012 ganz im Zeichen des Sports. Das erste Ausrufezeichen setzte im Juli eine Mannschaft, die viele für die beste National-Elf aller Zeiten halten. Nach der Europameisterschaft 2008 und der Weltmeisterschaft 2010 gewann Spanien mit dem EM-Titel am 1. Juli das dritte große Turnier in Folge. Die Art und Weise begeisterte einmal mehr: Mit 4:0 fegten die Iberer im Finale von Kiew Italien vom Platz. Ihr unnachahmlicher Tiki-Taka-Stil war einmal mehr der Schlüssel zum Sieg. Ein Gegner, der nie an den Ball kommt, kann schließlich keine Tore schießen. Für die kommende WM in Brasilien wird erneut mit Spanien zu rechnen sein. Der einzige Hoffnungsschimmer für die Konkurrenz ist der Faktor Zeit. Selbst Wunderspieler wie Iniesta und Xavi werden nicht jünger.

9. Juli – „Die Heldin vom Osterwald“

Einem Wunder gleicht auch eine Rettungsaktion im Weserbergland. Bei einem Kindergartenausflug stürzte Anfang Juli ein Dreijähriger in einen 25 Meter tiefen, engen Lichtschacht eines alten Bergwerks. Die 37-jährige Erzieherin Ina K. verlor keine Zeit und sprang hinterher. Der eigentlich 90 Meter tiefe Schacht hatte sich im Laufe der Jahre mit Grundwasser gefüllt, so dass beide nach 25 Metern in eiskaltes Wasser eintauchten. Eineinhalb Stunden hielt Ina K. sich und den Jungen in der Dunkelheit an der Oberfläche, dann wurden beide von der Feuerwehr und Höhlenexperten gerettet. Außer einer Unterkühlung und einigen Schrammen blieben Erzieherin und Kind unverletzt. Einige Wochen später zeichnete Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister Ina K. mit der Rettungsmedaille des Landes aus. „Sie haben unter besonderen Umständen und mit selbstlosem Verhalten Zivilcourage gezeigt”, lobte er die als „Heldin vom Osterwald“ gefeierte Frau.

22. Juli – Goldregen unterm Union Jack


Bei der Fußball-EM war für das Mutterland des Fußballs wie üblich nichts zu holen, trotzdem entpuppte sich 2012 als immens erfolgreiches Sportjahr für Großbritannien: Dritter Platz im Medaillenspiegel bei Olympia, erster Grand-Slam-Sieg seit Fred Perry und Radsportler Bradley Wiggins gewann nicht nur Gold im Zeitfahren von London, sondern zuvor bereits als erster Brite überhaupt die Tour de France. Sein Vorsprung auf die Konkurrenz fiel mit 3:21 Minuten beachtlich aus – aber was heißt schon Konkurrenz: Der Zweitplatzierte, Chris Froome, kommt ebenfalls aus Großbritannien. 2012 war eben ein sensationelles Jahr für Sportler aus dem Vereinigten Königreich.

25. Juli bis 12. August – Ein Triumph jagt den nächsten

Einen Triumph für Großbritannien stellten die Olympischen Spiele nicht nur aus sportlicher Sicht dar. Nach all den Unkenrufen über die vermeintlich holprige Organisation in London läuft schließlich fast alles bei diesem Großereignis der Sonderklasse reibungslos. Die Sommerspiele hinterließen der Weltzahlreiche unvergessliche Erfolgsmomente. Der deutsche Ruder-Achter holte ebenso sensationell Gold wie die Hockey-Herren, Diskuswerfer Robert Harting und die Beach-Volleyballer Julius Brink und Jonas Reckermann. Zwei sensationelle Rekorde gab es ebenfalls zu bestaunen. Schwimmer Michael Phelps sicherte sich seinen 18. Olympia-Titel und gilt nun als erfolgreichster Teilnehmer aller Zeiten. Diese Bestmarke wird Sprintstar Usain Bolt wohl nicht mehr knacken, aber das dürfte auch schon das einzige Limit sein, das derzeit über 100 und 200 Meter für ihn zu gelten scheint. In London gewann der Jamaikaner Gold über seine Paradedistanzen und das Wort Parade passt hier in doppelter Hinsicht. Die Art wie Bolt das Feld dominierte, kann man nur als Triumphzug bezeichnen.

6. August – Roboter sucht Leben

Wem der Einmarsch der Athleten in London schon zu lange dauerte, den dürfte die Anreise einer Sonde zum Planeten Mars erst recht auf eine harte Geduldsprobe gestellt haben. Neun Monate dauerte der Flug, entsprechend groß ist die Freude, wenn alles reibungslos klappt. Am 6. August setzte Mars-Rover Curiosity sanft und sicher auf dem roten Planeten auf. Seither erkundet er emsig seine Umgebung, knippst unablässig Bilder und untersucht Proben. Für die NASA ist die Mission ein riesiger Erfolg. Und auch für alle Nicht-Wissenschaftler lieferte Curiosity sensationelle Ergebnisse: Im Dezember erklärte die NASA, der Rover habe Kohlenstoff auf dem Mars entdeckt, die Grundlage allen Lebens. Eine Parade bei seiner Rückkehr gibt es für den mechanischen Helden indes nicht. Die Sonde wird auf dem Planeten bleiben, wenn ihr irgendwann der Strom ausgeht.ten fünf Erfolge der Monate Juli bis September.


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