Foto: London 2012

Die ersten drei Tage Olympia liegen hinter uns – Zeit für eine erste Zusammenfassung. Wer waren die ersten großen Gewinner von London 2012?

Außenseiter schlägt Topfavoriten

Seit Jahren beißt sich die Fußballelite der Welt bei Wettbewerben an Spanien die Zähne aus – bis jetzt. Ausgerechnet Fußballzwerg Honduras warf die iberischen Ballvirtuosen bei Olympia 2012 aus der Vorrunde. Und wenn sich Karim Benzema, Mario Balotelli oder Robbie Keane nochmal fragen, wie man gegen die weltbeste Mannschaft zum Torerfolg kommt, sollten sie sich bei einem gewissen Jerry Bengtson erkundigen. Der 25-Jährige Stürmer vom CD Motagua erzielte nämlich gegen die Spanier das spielentscheidende 1:0.

Zum Auftakt ein Überraschungssieg

Nicht nur auf dem Fußballplatz musste ein Topfavorit bereits die Heimreise antreten. Tennisspielerin Julia Görges bezwang in ihrem Auftaktmatch ausgerechnet die Weltranglisten-Zweite und Wimbledonfinalistin Agnieszka Radwanska aus Polen mit 7:5, 6:7 und 6:4. Bis ins Finale des olympischen Tennisturniers ist es für die deutsche Athletin zwar noch ein weiter Weg, aber diesen ersten Sieg kann ihr schon niemand mehr nehmen.

Drei Weltrekorde bei den Schwimmern

Finalläufe gibt es hingegen schon bei den Schwimmern – und was für welche! Gleich drei Weltrekorde wurden gebrochen: Dana Vollmer(USA) schwamm als erste Frau die 100 Meter Schmetterling in unter 56 Sekunden; der Südafrikaner Cameron van der Burgh, der erste Goldmedaillenschwimmer  seines Landes überhaupt, schwamm die 100 Meter Brust mit einer Weltrekordzeit von 58,46 Sekunden; und die bemerkenswerteste Leistung lieferte die Chinesin Ye Shiwen ab. Die erst 16 Jahre alte Athletin unterbot die alte Weltbestmarke über 400 Meter Lagen und war dabei auf den vorletzten 50 Metern sogar schneller als Rekord-Olympiasieger Michael Phelps.

Ein Gewichtheber schafft die Sensation…

Über sich hinaus wuchs auch der Nordkoreaner Om Yun Chol. Der Gewichtheber bewältigte im Stoßen sensationelle 168 Kilogramm und damit das Dreifache seines Körpergewichts. Das war zuvor erst drei anderen Gewichthebern gelungen. Eine Goldmedaille gewann Om damit selbstverständlich auch.

…und ein Judoka verpasst sie.

Kein Gold wird Judoka Sled Dowabobo gewinnen, er schied nämlich bereits in der ersten Runde aus. Obwohl die Olympischen Spiele 2012 für ihn nach nicht einmal einer Minute vorbei waren, gehört er dennoch zu den Gewinnern der ersten Wettkampftage, denn bereits seine Qualifikation für London war ein riesiger Triumph für den 29-Jährigen. Dowabobo trat nämlich für Nauru an, ein winziges Eiland im Pazifik, auf dem kaum mehr als 10.000 Menschen Leben – 20-mal weniger als es aktive Judoka in Deutschland gibt. Und bei derart unterschiedlichen Kräfteverhältnissen ist Dabeisein wirklich alles.

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