Silvester 2010 fragte mich mein Bruder, ob ich nicht Lust hätte, zusammen mit ihm und ein paar Freunden eine einwöchige Fahrradtour durch die Alpen Südtirols zu machen. Mein Bruder und seine Kumpels studierten „Sportwissenschaft“ und sind natürlich alle zusammen die absoluten Sportskanonen. Da stellt man sich erst mal Fragen: „Soll ich mich einer derartigen Herausforderung stellen? Kann ich das schaffen bei diesen Jungs mitzuhalten?“

Denn obwohl ich schon seit meiner Kindheit ein leidenschaftlicher Biker und auch gut trainiert war, wusste ich das dieses Unterfangen nur mit einer ordentlichen Vorbereitungszeit zu schaffen ist. Zudem hatte ich das Problem, dass ich bis dato ein genüsslicher Raucher war, mir eigentlich nie zuvor Gedanken über das Aufhören gemacht hatte und auch nicht vor hatte es in nächster Zeit zu lassen. Schließlich hatte ich ja auch  schon einen verkappten Versuch aufzuhören hinter mir. Innerlich wusste ich natürlich bereits, dass die Raucherei mit in dieser Truppe ein Handicap werden könnte. Aber das sollte mich erst einmal nicht daran hindern. Ich hatte Blut geleckt und war von dem Vorhaben überzeugt: Ich überquere die Alpen! Schließlich hatte ich ja auch noch mindestens fünf Monate Vorbereitungszeit – das sollte auch als Raucher machbar sein.

Die ersten zwei Monate Vorbereitungsphase für unseren Trip vergingen und ich musste feststellen, dass ich doch nicht ganz mit den anderen mithalten konnte. Also stellte sich mir gleich die nächste Hürde: Schaffe ich es endlich mit dem Rauchen aufzuhören? Bin ich standhaft genug? Es geschah etwas Unbeschreibliches: Ich hatte überhaupt keine Probleme das Rauchen zu lassen, denn ich hatte ein Ziel, eine Herausforderung, der ich mich stellen mochte. Ich wollte unbedingt mit meinem Bruder die Alpen überqueren und wenn es sein musste, eben rauchfrei. Von einem auf den anderen Tag konnte ich nun die Finger davon lassen. Im Sommer 2011 war es dann soweit. Mein Bruder, zwei weitere Freunde und ich machten unsere Mountainbike-Tour durch die Südtiroler Alpen.

Es kostete mich einige Schmerzen, viel Schweiß und vor allem Überwindung den Anderen zu folgen. Doch es hat geklappt, ich war dabei und ich hatte so viel Spaß, dass ich dieses Jahr gleich wieder eine Alpentour machen werde. Diesmal vermutlich mit noch mehr Fitness und größerem Erfolg, denn ich bin nun seit über einem Jahr Nichtraucher! Für mich persönlich, sowieso der größte Erfolg überhaupt!

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