Schon als Kind war ich immer etwas übergewichtiger als die anderen. Das hat mich anfangs nie gestört. Irgendwie ergibt man sich irgendwann seinem Schicksal, was dazu führt, dass man mit den Jahren immer mehr zunimmt.
Dass es nicht ewig so weitergehen konnte, war mir bewusst, doch irgendwie habe ich es nie geschafft, mich zu einer Diät zu überwinden.
Im Alter von 15 Jahren wog ich schließlich 120 Kilo. In jedem Kleidungsstück sah ich entweder aus wie eine Tonne oder aber es zwickte überall. Das war jedoch nicht das Schlimmste an der Sache. Was mir am meisten zu schaffen machte, war mein mangelndes Selbstbewusstsein.
Als dann meine Kumpels anfingen, auf Partys zu gehen und sich für das andere Geschlecht zu interessieren, wurde mir bewusst, dass sich etwas ändern muss. Und ich wusste genau, nur ICH kann etwas an meiner Situation ändern.
Also habe ich das Projekt „Abnehmen“ in Angriff genommen. Ich habe diverse Diäten ausprobiert, bin 3-mal wöchentlich ins Fitnessstudio gegangen – und es hat funktioniert. Mit 17 Jahren wog ich dann nur noch knapp 90 Kilo – bei einer Körpergröße von 1,90 m.

Nach dem Abi habe ich mit dem Studium begonnen und konnte dementsprechend nicht mehr so häufig ins Fitnessstudio gehen. Vielleicht hätte ich es zeitlich geschafft, doch leider habe ich der Sache nicht mehr so viel Bedeutung beigemessen.
Die Kilos nahmen wieder zu. Langsam aber stetig. Vermutlich ist das passiert, was in den vielen Diät-Zeitschriften als „Jo-Jo-Effekt“ beschrieben wird. Das Problem dabei ist, dass man sich die Gewichtszunahme meist zu spät eingesteht. Und so hatte ich die 100 Kilo Marke wieder geknackt.


Mir wurde bewusst, dass es mit einer Diät und ein bisschen Sport nicht getan ist. Wenn ich dauerhaft schlank bleiben möchte, müsste ich etwas grundsätzlich an meiner Ernährung ändern. Zunächst leichter gesagt als getan – die Verlockungen des Alltags sind groß.
Ich war viele Monate auf der Suche nach einer passenden Ernährungsweise, ohne nennenswerten Erfolg, bis mir schließlich das Buch „Der 4-Stunden-Körper“ von Timothy Ferriss von einem guten Freund empfohlen wurde. In diesem Sinne: Ich danke dir, du hast mein Leben verändert!

Was dieses Buch von anderen Ernährungs-Ratgebern unterscheidet, ist, dass es alltagstauglich ist. Mit minimalem Aufwand, soll ein maximaler Erfolg erzielt werden. Es ist eine sogenannte „Slow Carb“ Ernährung, bei der man 6 Tage die Woche die Aufnahme von Kohlenhydraten möglichst gering hält. Einen Tag in der Woche darf man dann alles essen, was man möchte. So kommt es einem nie wie eine Diät vor – da man nicht dauerhaft verzichten muss. Da man jedoch nicht von heute auf morgen sein Wunschgewicht erreicht, ist es wichtig, das Gewicht regelmäßig zu kontrollieren und zu notieren. Ich habe mein Gewicht täglich in eine Excel Tabelle eingetragen, um meinen Gewichtsverlauf für mich in einer Grafik visualisieren zu können – so wurden langfristige Erfolge sichtbar.


Auf diese Weise habe ich es geschafft, durchzuhalten und mein Gewicht deutlich zu reduzieren – ich wiege inzwischen wieder 90 Kilo.
Ich sehe es als meinen größten Erfolg an, dass ich einen Weg gefunden habe, mein Gewicht konstant zu halten – ganz ohne Diät-Zwang.

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