Mein größter Erfolg lag darin, dass ich an einem wunderbaren Samstag im Jahre 2006 meine Führerscheinprüfung zum Binnen- und Seemotorboot, theoretisch, wie praktisch bestand.

Nicht das mein Dad und ich sowieso schon unter Leistungsdruck standen, da meine Mutter an diesem Tag auch noch Geburtstag hatte und meinte: Entweder kommt ihr mit den Scheinen wieder oder gar nicht mehr… Nein, nein, wir hatten uns zwar auf dem Weg zur Prüfung verspätet, da das Navi uns auf den falschen Weg geführt hatte, doch wir kamen an

Allerdings waren wir die letzten…ABER dann kam der Prüfungsbogen, welchen ich am meisten liebte (!) und es war ein Spaziergang für mich.

Das Coole an der Geschichte war, dass zu dieser Zeit WE in Deutschland war und vom Waterloo Platz wurde ab 9h morgens schon ordentlich die Stimmung mit Fetenhits aufgeheizt – was ein Spaß!!!


Nach dem ersten Theorieteil, für den Seeschein gings dann ans Wasser…und wir durften erstmal zwei Stunden auf die Prüfer warten, da es zwar genügend Prüflinge gab, aber eben zu wenig Prüfer.
Ab aufs Wasser, dann doch noch…kein Problem, durch regelmäßigen Übens vom An- und Ablegens, Mann-über-Bord-Manöver und was sonst noch so dazu gehört. Nur mit den Knoten wollte es anfangs nicht klappen und so wurde aus dem Achterknoten ein Kreuzknoten. Doch da ich mich dann erinnerte ging es und ich antwortete dem Prüfer dann mit dem korrekten Knoten. Der fiese Pahlstek war auch kein Problem.

Doch dann sollte es nochmals heiß werden für mich. Die Theorie im Binnenschein stand an und vor der hatte ich Respekt, da ich lediglich am Abend zuvor gelernt hatte und gleichzeitig erkannt hatte, dass die Theorie doch fast gänzlich anders war! Nun hat mir aber dieses kleine FAST dabei geholfen die Prüfung glücklich zu bestehen. Man ließ uns Prüflinge aber nochmals ganz schön zittern und schwitzen, als die Ergebnisse eineinhalb Stunden ausgewertet und man immer mal wieder zu mündlichen Nachprüfungen bat…bei mir aber nicht! Und immer wieder wurden dann frische Führerscheine ausgegeben und die Freude war groß, bis zum Schluss von guten dreißig willigen Kapteins in Spe nur noch fünf übrig waren, mit mir…

Wie groß war die Freude und mein Jubel, als ich die Scheine in der Hand halten konnte – ich meine ich bin sogar rumgesprungen!!! Und so konnten mein Dad und ich freudig in den heimatlichen Hafen schippern als jetzt volle Süß- und Salzwasserkapitäne!

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