Die Glücksforschung hat bestätigt, dass man Glück und Zufriedenheit lernen kann. Tatsächlich gibt es, wie für jeden Lehrstoff, Dutzende Bücher als Anleitung und weitere hundert Übungen für die Nachhaltigkeit. Die zehn häufigsten Tipps haben wir für Sie zusammengetragen.

 1.     Lächeln und Lachen

Fotolia.com - glücklich sein, positives DenkenLachen hält bekanntermaßen gesund. Denn beim Kichern,Schmunzeln oder herzhaften Lachen werden nicht nur im Gehirn Endorphine – Glücksbotenstoffe – freigesetzt, es beansprucht auch knapp 300 Muskeln. Dazu kommen weitere Indizien, die Lachen zum Glücksfaktor machen:

Die Atmung wird angeregt, der Blutdruck gesenkt und gemeinsames Lachen stabilisiert zwischenmenschliche Beziehungen. Schon ein kleines Lächeln kann dazu beitragen, sich besser zu fühlen, aber Vorsicht: Zu viel erzwungenes Lächeln soll laut Studien depressiv machen.

2.     Momente und Augenblicke genießen


Diesen Tipp findet man in fast jedem Ratgeber, aber wie funktioniert das?

In unserem Alltag sind viele Handlungsabläufe automatisiert und wir spulen sie nur noch ab. Wichtig ist es deshalb, sich der Situationen wieder bewusst zu werden und sie aktiv wahrzunehmen.

Dafür gibt es zahlreiche Tipps, wie: beim Zähneputzen die andere Hand benutzen, eine Minute lang die Augen schließen und einfach der Umgebung lauschen oder sich Gegenstände und Personen für ein paar Sekunden intensiv anzusehen. Manchmal entdecken Sie dabei Details, die Ihnen vorher gar nicht aufgefallen sind.

3.     Immer die Ruhe bewahren

Nichts macht uns so unglücklich wie Stress und davon scheint es genug zu geben. Laut Forsa-Umfrage empfinden acht von zehn Deutschen ihr Leben als stressig, jeder Dritte sieht sich unter Dauerdruck. Dabei sind wir meistens selbst dafür verantwortlich. Wenn man sich immer wieder unter Druck setzt,denkt und sagt, wie anstrengend alles ist und sich immer wieder vor Augen hält, wie knapp die Termine gelegt sind, dann empfindet man vermehrt Stress.

Suchen Sie stattdessen positive Sachen und versuchen Sie, sich auf sie zu konzentrieren. Erinnern Sie sich beispielsweise daran, dass Sie zwischen den Terminen fünf Minuten Pause haben für einen Kaffee in der Sonne.

4.     Immer das Ziel vor Augen

Wenn Sie wissen, was Sie erreichen wollen, können Sie besser darauf hin arbeiten und Sie empfinden auch mehr Glück je näher Sie dem Ziel kommen. Viele Ratgeber empfehlen deshalb Listen zu erstellen.

Schreiben Sie sich beispielsweise ein Tages- und ein Wochenziel auf. Wenn Sie sich zu Ihrem Vorhaben überwinden müssen, haken Sie zum Beispiel das Erreichte ab. So haben Sie eine kleine Kontrolle über Ihren inneren Schweinehund und lassen die Liste nicht nur in der Ecke liegen.

Setzen Sie sich Ziele, die sie glücklich machen. Versuchen Sie jedoch diese Ziele im Privatleben zu finden – tägliche Aufgaben haben Sie am Arbeitsplatz sicher schon genug.

5.     Körper und Geist aktivieren

Wenn man faul auf der Couch liegt, fährt der Körper die Aktivität herunter. Wir werden träge und können uns irgendwann zu nichts mehr aufraffen. Dadurch verpassen Sie die Chance, etwas anderes außer Ihrem Wohnzimmer wahrzunehmen. Gestalten Sie Ihre Tage also lieber aktiv und unternehmen Sie etwas mit Freunden, Verwandten oder allein. Das hält fit, munter und vielleicht lernen Sie ja neue nette Menschen, Orte oder Hobbys kennen? In Ihrem Wohnzimmer gelingt das zumindest viel seltener.

6.     Die eigene Person kennen

Menschen werten negative Ergebnisse oft stärker als positive, selbst wenn die guten Erlebnisse überwiegen. Damit im Nachhinein aber nicht alle positiven Gefühle wegfallen und Sie etwas für die Zukunft mitnehmen, erinnern Sie sich daran, was Sie glücklich macht. Fragen Sie sich, was der glücklichste Moment Ihres Lebens war, was Sie heute besonders glücklich gemacht hat und was sie grundsätzlich besonders glücklich macht – Familie, Freunde oder Beruf?

Durch die Antworten können Sie nicht nur feststellen, wo Sie Ihr persönliches Glück am ehesten finden, Sie empfinden auch einen Teil der vergangenen Glücksgefühle erneut, während Sie sich erinnern.

7.     Bewegung und Sport

Fotolia.com - Fitness, Gesundheit, Training, SportFitness, Bewegung oder Sport  gehören zu den Standardtipps in den Ratgebern zum Thema Glück. Das hat auch seinen Grund: Körperliche Betätigung vereint fast alle anderen Ratschläge in sich.

Es geht um Ziele, Aktivität und bewusste Wahrnehmung. Zudem nehmen Sie sich Zeit für sich, wodurch Sie über die eigene Person nachdenken können oder Sie treffen auf Gleichgesinnte in Kursen, Vereinen und bei Spaziergängen. Daneben kommt aber auch ein starker körperlicher Aspekt hinzu. Beim Sport werden Kreislauf, Atmung und Körpertemperatur angeregt und die Glücksstoffe Endorphin und Serotonin werden ausgeschüttet. Stress oder Wut lassen sich genauso wie Verspannungen mit dem richtigen Sport abbauen. Am besten ist Sport an der frischen Luft, denn die Sonne blockiert das müde machende Hormon Melatonin und man ist weniger träge. Zudem hält  Bewegung gesund – wieder ein Aspekt weniger, um den man sich sorgen müsste.

8.     Freundschaften genießen

Wenn man etwas auf dem Herzen hat, geht nichts über gute Freunde. Sie bauen einen auf und versuchen einander mit positiven Gedanken zu stützen. Deshalb sind die sozialen Kontakte sehr entscheidend für das persönliche Wohlbefinden. Mit Freunden ist es einfacher abzuschalten, herzlich zu lachen und jede Unternehmung bringt mehr Spaß.

Trotzdem müssen Freundschaften gepflegt werden, das lässt sich gut kombinieren: Rufen Sie Ihre Freunde einfach öfter an, treffen Sie sich spontan – Sie können den Stress hinter sich lassen, ausgelassen plaudern; die Freundschaft wird dadurch gestärkt.

9.     Immer optimistisch bleiben

Je mehr man sich mit positiven Gefühlen befasst und optimistisch auf die Aufgaben des Alltags zugeht, desto leichter fällt es und desto glücklicher wird man.

Denken Sie nicht darüber nach, ob es zu viele Aufgaben für einen Tag sind, denn natürlich schaffen Sie das! Falls etwas mal nicht gelingen sollte, dürfen Sie Ihr positives Denken nicht aufgeben. Lernen Sie stattdessen aus den Fehlern und sagen sich selbst: „Nächstes Mal mache ich es besser.“

10.     Freude und Freundlichkeit sind ansteckend

Sprichwörtlich übersetzt heißt der Tipp: „Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch wieder heraus.“

Wenn Sie freundlich oder freudestrahlend durchs Leben gehen ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Ihre Mitmenschen diese Freundlichkeit erwidern. Grüßen Sie Ihre Arbeitskollegen, bedanken Sie sich, wenn ein Autofahrer Sie vorlässt und bieten Sie Ihren Mitmenschen Hilfe an.

Wenn Sie gerade besonders glücklich sind, können Sie das ruhig zeigen. Selbst wenn sich die Unglücklichen fragen könnten, warum Sie so strahlen, die meisten werden sich durch Ihre gute Laune anstecken lassen.

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