16 Kilo in einem Monat? Mit solchen Slogans werben einige Internetanbieter, Zeitschriften oder Ratgeber. Tipps für die „richtige“ Diät gibt zu Hauf und dennoch kann man sich im Ratgeberdschungel leicht verirren: Fett macht fett, Kohlenhydrate auch und zu viele Proteine sowieso – ja was kann man dann überhaupt noch essen? Wir haben zehn Mythen zum Thema Abnehmen unter die Lupe genommen und zeigen Ihnen, was wirklich dahinter steckt.

1. Crash-Diäten machen schnell schlank

Fotolia.com - abnehmenZehn Kilo in einer Woche verlieren? Klingt verlockend, oder? Trotzdem ist an den meisten dieser Lockangebote nichts dran – vor allem dauerhafter Erfolg. Vielleicht purzeln die Pfunde tatsächlich in der ersten Woche, aber Studien zeigen, dass man bei diesen einseitigen Diäten nicht nur Fett, sondern auch Muskelmasse verliert. Die fehlt hinterher für den Kalorienverbrauch, wenn man wieder zur normalen Tagesration greift und so sammeln sich die Polster schnell wieder an.

2. Fünf kleine Mahlzeiten sind besser als drei große

In vielen Ratgebern heißt es, dass man statt drei Mahlzeiten, fünf kleine zu sich nehmen sollte, um Heißhungerattacken zu vermeiden. Im Grunde ist der Gedanke nicht falsch, doch die kleinen Mahlzeiten können schnell zu größeren Portionen werden. Zudem blockiert ein hoher Insulinspiegel nach jedem Essen den Fettabbau.

Wichtig ist grundsätzlich aber eher, wie viele Kalorien Sie insgesamt am Tag zu sich nehmen und wie viele Sie verbrennen – nicht wie Sie diese aufteilen.

3. Keine deftigen Speisen oder süße Leckereien

Grundsätzlich sind Pommes, Pizza, Schokolade und Co. natürlich keine Schlankmacher – aber das heißt nicht, dass man ganz auf sie verzichten sollte. Wer solche Sachen rigoros von seinem Speiseplan streicht, obgleich man sie vorher gerne gegessen hat, wird irgendwann Heißhunger darauf bekommen. Das belegen auch zahlreiche Studien: Wenn man keine Freude am Essen hat, weil man sich nichts gönnt, scheitert auf Dauer fast jede Diät.

Wichtiger ist deshalb ein ausgewogener Speiseplan, der auch ab und an „Sünden“ erlaubt, auf die man sich dann freuen kann. Nur sollte man eben nicht jeden Tag zu diesen Dickmachern greifen.

4. Zuviel Schlaf macht dick

Zwar gibt es keine Beweise dafür, dass Schlaf schlank machen würde, aber es gibt Studien, die nachweisen konnten, dass  zu wenig Nachtruhe dick macht.

In einer US-Studie zeigte sich, dass Menschen die nur sechs Stunden oder weniger schlafen, deutlich mehr zu Übergewicht neigten, als diejenigen, die sieben und mehr Stunden Schlaf pro Nacht bekamen. Das liegt unter anderem daran, dass bei akutem Schlafmangel die Konzentration des Sättigungshormons Leptin im Gehirn sinkt und dadurch die Appetitkontrolle beeinträchtigt wird.

5. Süßstoff statt Zucker

Tatsächlich ist Süßstoff eher ein Dickmacher, denn unser Körper versteht die Kombination aus süßer, aber kalorienarmer Kost nicht. Er verlangt deshalb automatisch nach fetthaltigerem oder kalorienreicheremEssen und baut diese dann nicht mehr ab, sondern lagert sie automatisch ein. Süßstoff kann deshalb dazu führen, dass man zwar weniger Zucker zu sich nimmt, aber durch Heißhungerattacken vermehrt zu anderen Figurschädlingen greift.

6. Light-Produkte helfen beim Abnehmen

Nicht in allem, wo „light“ draufsteht, ist auch wirklich „light“ drin. Zwar sind die meisten Produkte fettreduziert, dafür können sie jedoch mehr Stärke oder Verdickungsmittel enthalten, die letztlich vom Körper schlechter abzubauen sind. Zudem können Light-Pprodukte dazu verführen, mehr von ihnen zu essen, da sie schließlich so unglaublich kalorienarm sind – in diese Falle sollten Sie lieber nicht tappen.

7. Dank Sport kann man essen, was man will

Zwar verbrennt man durch Sport mehr Kalorien, aber lange nicht so viele, dass man essen könnte, was und vor allem so viel man will. Wer sich nach einer halben Stunde joggen eine Sahnetorte genehmigt, wird trotzdem zunehmen. Auch hier gilt: Nie mehr essen, als der Körper verbraucht, sonst sammeln sich die Fettpolster.

8. In der Sauna kann man sich schlank Schwitzen

Leider ist es nicht ganz so einfach. Zwar verbraucht man in der Sauna mehr als auf der gemütlichen Couch, allerdings verliert man durchs Schwitzen eigentlich nur Wasser und verbrennt kein Fett. Das so verlorene Gewicht wird dann beim Trinken eigentlich sofort wieder ersetzt.

9. Abends sollte man nichts mehr essen

Zwar ist es richtig, dass die Verdauung abends und vor allem im Schlaf langsamer ist, aber grundsätzlich macht ein Essen um 20 Uhr nicht dicker als eines um 14 Uhr. Es kommt immer nur darauf an, wie viele Kalorien Sie insgesamt am Tag zu sich genommen haben und wie viele Sie davon verbrauchen können. Wer mehr isst, als der Körper abbauen kann, nimmt automatisch zu – egal, zu welcher Uhrzeit gegessen wird.

Trotzdem sollten Sie abends nicht unbedingt zu fettigen Kalorienbomben greifen – die können auch zu Schlafproblemen führen, wenn ihr Körper nochmal richtig Energie in die Verbrennung stecken will, statt sich zu erholen.

10. Fett macht fett und Kohlenhydrate ebenfalls!

Die Ratgeber streiten sich oft darum, was nun schlimmer ist: Fette oder Kohlenhydrate? Fakt ist: Man wird von beidem dick, wenn man zu viel zu sich nimmt. Das heißt aber nicht, dass man gänzlich auf Fette oder Kohlenhydrate verzichten sollte. Sie gehören genauso zu einer ausgewogenen Ernährung wie Proteine, Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Es gilt die Regel: alles in Maßen.

Grundsätzlich existieren keine Wundermittel oder Zaubertricks, um die perfekte Figur zu bekommen.Aber wer sich auf Dauer gesund ernährt, weniger isst, als er verbraucht und regelmäßig Sport treibt, wird sein Wunschgewicht nicht nur erreichen, sondern es auch halten können.

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