Joggen gehört zu einer der beliebtesten und populärsten Ausdauersportarten. Allein in Deutschland holen Millionen Menschen regelmäßig ihre Laufschuhe aus dem Schrank. Schließlich hält Joggen nicht nur fit, steigert die Ausdauer und das körperliche Wohlbefinden, es macht auch noch Spaß und kann zu mehr innerer Ruhe verhelfen. Doch einfach so loslaufen kann mehr Schaden denn Nutzen bringen. Wir zeigen Ihnen deshalb, welche zehn Fehler Sie beim Lauftraining vermeiden sollten.

Fotolia.com - Mann beim Joggen1. Ohne Gesundheitscheck auf die Piste

Dass Laufen für jeden immer gut tut, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Denn auch Jogging kann für Herz und Kreislauf eine große Belastung sein. Experten raten deshalb, erst einmal den Gang zum Arzt anzutreten, vor allem wenn man über Beschwerden in Rücken oder Gelenken klagt. Ab dem 35. Lebensjahr sollte eigentlich jeder den Gesundheitscheck vor dem Training nutzen. Denn gerade ab diesem Alter können vermehrt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorliegen, mit denen man vom Laufen absehen sollte.

2. Bei der Schuhwahl Kompromisse eingehen

Auch wenn joggen günstiger ist als so manches Fitnessstudio, lohnt es sich auch hier nicht zu sparen. Wer mit den falschen Schuhen losläuft, kann hinterher teuer mit der Gesundheit der Füße und Gelenke dafür bezahlen. Deshalb vor den Jogging-Plänen erst einmal ein gutes Sportgeschäft besuchen und mit Bedacht die Schuhe auswählen. In vielen Geschäften gibt es neben der Beratung auch einen Laufbandtest.

3. Ohne Aufwärmen losrennen


Über Stretching und Aufwärmübungen scheiden sich die Geister. Grundsätzlich gilt jedoch, dass man nicht gleich mit vollem Tempo losjoggen sollte. Ein langsames Einlaufen stellt die Muskeln und Gelenke auf die bevorstehende Anstrengung ein und hilft Zerrungen oder Schlimmeres zu vermeiden.

4. Zu schnell unterwegs

Anfänger machen häufig den Fehler, dass sie ein zu schnelles Tempo wählen. Aber auch erfahrene Jogger sind häufig auf schnellem Fuße unterwegs. Genau genommen laufen laut einer Studie der Sporthochschule Köln 80 Prozent aller Jogger in einem zu schnellen Takt. Dabei ist das richtige Tempo eine der wichtigsten Voraussetzungen für dauerhafte Erfolge. Denn ist der Puls zu niedrig, befinden Sie sich nicht im Bereich der optimalen Fettverbrennung, ist der Puls zu hoch kann dies zu Schäden am Herzen führen. Zur Berechnung des Pulses kann deshalb folgende Formel angewendet werden: 220 – Lebensalter = Maximalpuls. Diesen Bereich sollte man möglichst nicht und vor allem nicht dauerhaft beim Sport erreichen. Da die Berechnung aber auch vom Trainingsgrad und der körperlichen Gesundheit abhängt, ist es immer ratsamer mit einem Arzt den optimalen Puls fürs Training festzustellen. Beim Laufen kann dann beispielsweise ein Pulsmessgerät Gewissheit über die gesunde Geschwindigkeit bringen, dass Sie mit Signaltönen auf eine zu hohe Belastung hinweist.

5. Als Anfänger mithalten wollen

Für einen Jogging-Neuling empfiehlt es sich eher nicht, gleich in einer Gruppe zu starten. Zwar bietet eine Gruppe die nötige gegenseitige Motivation, es kann aber auch dazu führen, dass man mit einem zu hohem Tempo mithalten möchte. Wer unbedingt mit ein paar Freunden starten möchte, sollte versuchen beim Laufen zu Reden. Ist nur noch Schnaufen möglich, ist der Laufschritt zu schnell.

6. Zu wenig Flüssigkeit

Allgemein gilt die Wasserflasche als wichtigstes Accessoire eines Läufers, gerade bei den derzeit höheren Temperaturen. Durch das Schwitzen kommt es zu Flüssigkeits- und Mineraldefiziten, die alle 15 Minuten mit einem Schluck Wasser wieder aufgefrischt werden sollten.

7. Zu oft joggen

Die menschliche Muskulatur kann nur wachsen, wenn sie auch Entspannungsphasen bekommt. Deshalb sollte man nicht häufiger als drei bis vier Tage die Woche joggen gehen und diese sollten auch nicht aufeinander folgen. Ein bis zwei Tage Verschnaufpause bringen dem Körper die optimale Regeneration.

8. Zu lange laufen

Vor allem als Anfänger sollten Sie sich nicht gleich einen Stundenmarathon vornehmen. Jeder dauerhafte Erfolg braucht seine Zeit und setzt eine kontinuierliche Steigerung voraus. Statt einmal die Woche drei Stunden zu laufen, sollte man sich lieber drei Tage die Woche auf jeweils eine Stunde konzentrieren. Für den Neuling auf der Laufpiste reicht auch ein 30-minütiges Pensum.

9. Der Lauf am Abend

Zwischen Sport und Nachtruhe sollten circa zwei Stunden Pause liegen. Sonst ist der Körper durch die Hormonausschüttung zu aufgewühlt und es kann zu Schlafstörungen kommen. Sollten Sie nur abends zum Joggen kommen, sollten Sie zumindest besonders langsam laufen. Diesen Aufputsch-Effekt können Sie auf der anderen Seite am sinnvollsten morgens nutzen – so dass Sie aktiv in den Tag starten.

10. Der Sprint zum Schluss

Genauso wie das Einlaufen ist auch langsames Auslaufen wichtig und schonend für Muskeln und Gelenke. Wer am Ende denkt „Jetzt gebe ich noch einmal Vollgas“ tut seinem Körper eigentlich keinen Gefallen, sondern erhöht das Verletzungsrisiko.
Grundsätzlich gilt  beim Joggen: Finden Sie Ihren eigenen Laufstil, anstatt sich etwas von anderen abzuschauen. Was Ihnen guttut und womit Sie sich wohlfühlen, ist auch gut für Ihren Körper.

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  1. Maxi

    Tolle Tipps!!!
    Jeder wiedereinsteiger oder Neuling freut ich über solch eine Info.
    Bei vernünftiger Vrbereitung und Willen und Training kann man alles schaffen.

    Viel Spaß beim laufen

    Gruß an alle Läufer

    Maxi

    http://www.facebook.com/simple-and-fun.com

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