Neben Qualifikationen und fleißiger Arbeit ist gutes Benehmen im Büro ebenfalls ein wichtiger Faktor um auf der Karriereleiter nach oben zu kommen. Deswegen zeigen wir Ihnen in den nächsten Wochen in unserem Business-Knigge von A bis Z auf welche Verhaltensregeln Sie täglich im Büro achten sollten und welche Fettnäpfchen es zu vermeiden gilt.

Heute die Buchstaben E bis G.

E wie E-Mail

Heutzutage geht nichts mehr ohne sie. Die E-Mail ist zum Standart-Kommunikationsmittel in eigentlich jeder Branche geworden und schwirrt bei manchen Arbeitnehmern und Chefs im Sekundentakt herein. Doch selbst wenn die E-Mail weniger förmlich als der Geschäftsbrief ist, gibt es beim digitalen Schriftverkehr ebenfalls klare Regeln.

Unter anderem sollten Sie sich auch beim Tippen die Zeit für eine seriöse, höfliche und sachliche Formulierung nehmen und niemals vergessen, noch einmal über den Text zu gehen. Rechtschreibfehler, Umgangssprache und durchgehende Kleinschreibung hinterlassen keinen sonderlich guten Eindruck.

Darüber hinaus gehört auch in die E-Mail eine korrekte Anrede und eine höfliche Verabschiedung. „MfG“ oder „Tschüss“ können die formvollendeste Nachricht zu Nichte machen.Wählen Sie deshalb lieber bei Geschäftspartnern, die Sie noch nicht besser kennen ein: „Mit freundlichen Grüßen“. Unter Kollegen oder  Kunden, die Ihnen schon etwas länger bekannt sind, eignet sich auch „Viele Grüße“ oder „Beste Grüße“.

F wie Fenster aufreißen

Wenn man nicht gerade ein Büro für sich hat, vielleicht sogar in einem Großraumbüro sitzt, sind die Fenster ein häufiges Streitthema. Den Damen ist zu kalt, den Herren zu warm, draußen ist es zu laut, die Luft im Büro ist zu schlecht… wie man es auch dreht und wendet, bevor es zu so einer Diskussion kommt, sollte man sich einfach mit seinen Kollegen abstimmen. Vielleicht kann man sich ja darauf einigen, dass Sie das Fenster erst aufreißen, wenn sich die Kollegin in zwei Minuten einen Kaffee holt oder sowieso zu einem Meeting muss?

Eben jenes gilt natürlich auch in Bezug auf die Heizung. Einfach aufdrehen weil man selbst kalte Füße hat, kann den restlichen Kollegen genauso unangenehm aufstoßen – die fangen dann vielleicht an zu schwitzen, weil sie sich extra dicke Socken angezogen hatten. Da davon wieder die Luft schlechter wird, befindet man sich in einem ewigen Teufelskreis.Sprechen Sie also einfach über Ihre Bedürfnisse, stimmen Sie sich ab und gehen Sie auch auf die anderen ein.

G wie Geschäftsessen

Nirgendwo lauern so viele Fallen wie bei einem Geschäftsessen. Das Benehmen bei Tisch und das Verhalten gegenüber Kellnern und Mitanwesenden, kann einiges über den Charakter Ihres Gegenübers verraten. Natürlich wird man aber auch umgekehrt über Sie urteilen.

Sind Sie der Gastgeber, fängt das schon bei der Restaurantwahl an. Vor allem bei Neukunden sollten Sie keine allzu großen Experimente wagen – selbiges gilt für die Menüwahl, so Sie eine zu treffen haben. Bringen Sie am besten schon vorher in Erfahrung ob einer Ihrer Gäste Vegetarier ist, eine bestimmte Fleischsorte nicht isst oder Allergien hat. Das erspart Ihnen einen möglichen peinlichen Moment und garantiert, dass Ihre Gäste nicht hungrig nach Hause gehen. Zudem muss es nicht gleich immer das beste Restaurant in der Stadt sein, die Imbiss-Bude gegenüber sollten Sie aber besser ebenfalls meiden.

Das nächste Fettnäpfchen wartet bei der Tischplatzierung. Wenn Sie vorher eine Sitzordnung festlegen müssen, sollten Sie dabei klar auf Status und Hierarchie achten. Als Gastgeber sitzen Sie für gewöhnlich an der längeren Tafel in der Mitte. Die Person rechts von Ihnen ist der „wichtigste“ Gast beziehungsweise der Ranghöchste am Tisch. Speisen Sie nur zu zweit, sitzt man sich gegenüber.

Wird vor dem Essen ein Aperitif gereicht, sollte dieser im Stehen, beispielsweise an der Bar, zu sich genommen werden. Das erleichtert nicht nur die anfängliche Konversation. Es garantiert auch, dass alle Teilnehmer gemeinsam zu Tisch gehen können, wenn jeder Gast eingetroffen ist. Erst wenn daraufhin alle Gäste ihr Essen erhalten haben, sollte der Gastgeber das Zeichen geben, dass man beginnen kann. Das gilt für jeden Gang.

Kann man vor Ort á la carte auswählen – also wenn kein Menü vorbestellt ist – empfiehlt es sich nur dann eine Vorspeise zu nehmen, wenn sich auch andere dafür entscheiden. Schließlich schaut Ihnen niemand gern beim Essen zu. Auch als Gastgeber sollten Sie deshalb beim studieren der Karte nachfragen, ob die Gäste gedenken etwas vorweg zu bestellen.

Über geschäftliche Themen wird dann in der Regel erst nach dem Hauptgang gesprochen, niemals aber bevor Gastgeber und Gäste etwas im Magen haben oder gar während des Essens mit vollem Mund.

Gilt es dann als Gastgeber die Rechnung zu begleichen, tun Sie das nicht offen am Tisch, sondern entschuldigen Sie sich und zahlen außer Sichtweite. Vergessen Sie dabei nicht ein Trinkgeld in bar zu entrichten. In Deutschland sind circa fünf bis zehn Prozent der Rechnungssumme angemessen.

Danach können Sie den Abend in Ruhe ausklingen lassen.

Weitere Artikel aus der Serie:

  1. Business-Knigge von A bis Z: Teil I
  2. Business-Knigge von A bis Z: Teil II
  3. Business-Knigge von A bis Z: Teil III
  4. Business-Knigge von A bis Z: Teil IV
  5. Business-Knigge von A bis Z: Teil V
  6. Business-Knigge von A bis Z: Teil VI
  7. Business-Knigge von A bis Z: Teil VII
  8. Business-Knigge von A bis Z: Teil VIII
  9. Business-Knigge von A bis Z: Teil IX

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