Neben Qualifikationen und fleißiger Arbeit ist gutes Benehmen im Büro ebenfalls ein wichtiger Faktor, um auf der Karriereleiter nach oben zu kommen. Deswegen zeigen wir Ihnen in den nächsten Wochen in unserem Business-Knigge von A bis Z, auf welche Verhaltensregeln Sie täglich im Büro achten sollten und welche Fettnäpfchen es zu vermeiden gilt.

Heute die Buchstaben H bis J.

H wie Humor

Wenn man etwas mit Humor nimmt, ist alles gleich viel einfacher – wenn man den falschen Humor hat, kann man es sich im Büro aber auch mit den Kollegen, Angestellten oder Chefs verscherzen. So mancher Witz kann eine unangenehme Stille nach sich ziehen oder andere peinlich berühren. Vor allem Witze auf Kosten anderer, beispielsweise über Kollegen und solche mit frauenfeindlichen oder rassistischen Pointen, sollten tunlichst vermieden werden. Auch bei Themen wie Politik und Religion kann es heikel werden – schließlich wissen Sie nicht immer ganz genau, welche Partei Ihr Gegenüber wählt oder welche Glaubensart er wirklich praktiziert. Stattdessen wirkt man immer selbstbewusster und souveräner, wenn man auch mal über sich selbst lachen kann – das gilt sowohl für Mitarbeiter wie auch für Chefs.

I wie Intimsphäre

Auch wenn sich Geschäftspartner in manchen Ländern mit Umarmungen und Küsschen begrüßen, in Deutschland gilt meist eine Armlänge als die angebrachte Distanz. Alles was näher ist wird als intime Zone gesehen und ist eher für Freunde und Familie gedacht. Wer diese Grenze überschreitet, kann bei seinem Gegenüber Unbehagen auslösen.

Doch nicht nur der körperliche Abstand ist wichtig. Schließlich kann man ebenfalls mit Gesprächsthemen in die Intimsphäre von jemanden eindringen, wenn zu persönliche Fragen gestellt werden. Deswegen sollte man auch in der Kommunikation eine gewisse Distanz wahren – vor allem wenn die Kollegen eben bislang nur Kollegen und keine Freunde sind. Fragen bezüglich der Beziehung oder Ehe, Geldsituation und gar der Sexualität haben deshalb in der Regel nichts im Büro verloren.

Wenn sich Ihr Kollege Ihnen anvertraut und Ihnen tatsächlich etwas persönliches erzählt, sollten Sie es für sich behalten und dahingehend nicht immer wieder nachhaken.

J wie Jammern

Wer ständig über zu viel Stress, Arbeit und Aufgaben jammert, bekommt bald vielleicht keine mehr zugeteilt. Möglicherweise kann er sich stattdessen demnächst dauerhaft zu Hause von diesem stressigen Job erholen. Denn wer sich fortlaufend beklagt, wirkt weder souverän noch scheint er seine Arbeit und das Zeitmanagement im Griff zu haben. Bestärkt wird dieser Eindruck ebenfalls, wenn man zusätzlich von den Anstrengungen im privaten Umfeld erzählt und vielleicht Sätze einwirft wie: „Ich weiß nicht, wie ich das alles schaffen soll.“ Wenn Sie selbst nicht an sich glauben, wieso sollten es dann Kollegen oder Vorgesetzte tun?

Darüber hinaus verbreiten Jammerer und Nörgler eine eher negative Stimmung im Büro – denn sowohl positive wie auch negative Einstellungen können ansteckend sein. Und der Kollege will sicherlich nicht den ganzen Tag hören, wie anstrengend alles ist, wenn er selbst einen harten Tag vor sich hat.Jammerer sollten deshalb besser die Zeit, die sie mit Klagen verschwenden, für die anstehenden Aufgaben nutzen – vielleicht überrascht man sich selbst und schafft doch alles in der vorgegebenen Zeit.

Und wenn einem wirklich mal etwas auf die Nerven geht und der Stress überhandnimmt, empfiehlt es sich eher das Herz bei Freunden und Verwandten auszuschütten.

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