© Kirill Kedrinski - Fotolia.comDer Erfolg eines Unternehmens hängt immer von den Menschen ab, die darin arbeiten. Und je zufriedener die Mitarbeiter sind, desto produktiver gehen sie ans tägliche Werk. Zudem bringen motivierte Arbeitnehmer mehr innovative Ideen ein, sind seltener krank und setzen sich begeistert für die Unternehmensziele ein. Es gibt also viele wichtige Gründe, in die Mitarbeitermotivation zu investieren. Doch was hilft wirklich für ein gutes Miteinander?

Wir sagen Ihnen heute, welche Rahmenbedingungen und Grundvoraussetzungen zur Mitarbeitermotivation gehören und wie man Probleme erkennen und diese lösen kann.

Rahmenbedingungen, Gehalt und Vergünstigungen

Ein angemessenes und regelmäßiges Gehalt ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass die Mitarbeiter sich für ein Unternehmen entscheiden und sich langfristig daran binden. Zwar können Lohnerhöhungen, Zuschüsse oder Vergünstigungen nicht dauerhaft und entscheidend den Spaß am Job garantieren, aber sie können als zusätzliche Motivatoren dienen.

  • Sofern Angestellte an Tagen oder zu Uhrzeiten arbeiten, an denen die meisten Arbeitnehmer freihaben, (sonn- und feiertags oder nachts) sollte dies mit entsprechenden Zuschlägen entlohnt werden. Zwar gibt es keinen gesetzlichen Anspruch auf die Zuschläge, aber erstens sind sie zu einem gewissen Prozentsatz steuerfrei und zweitens bietet es einen weiteren Anreiz für die Mitarbeiter, auch an diesen Tagen motiviert zu arbeiten.
  • Weihnachts- und Urlaubsgeld sind nicht mehr selbstverständlich. Zum Teil kann man gute Fachkräfte mit solchen zusätzlichen Gehältern locken.
  • Eine gute Work-Life-Balance gehört für die meisten Arbeitnehmer mittlerweile zur Standardanforderung. Gerade für Familien ist die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben ein wichtiger Faktor. Überstunden sollten demnach generell entweder monetär oder über einen Freizeitausgleich entlohnt werden. Zudem kann man positive Anreize über flexible Arbeitszeiten, Möglichkeiten zum Home Office oder eine interne Kinderbetreuung schaffen.
  • Personalrabatte für Produkte und Dienstleistungen sind in vielen Unternehmen ein gern genutztes Mittel zur Mitarbeiterbindung. Sie tragen auch dazu bei, dass sich die Arbeitnehmer mit den Angeboten identifizieren und sie kennenlernen,.
  • Fahrkostenzuschüsse oder ein Dienstwagen sind vor allem für Pendler interessant. Wenn ein Angestellter öfter für das Unternehmen unterwegs ist, kann sich ebenfalls ein Firmenwagen lohnen. Dazu kann man auch die Privatnutzung gestatten oder dem Mitarbeiter freie Wahl bei Marke, Typ oder Ausstattung lassen (natürlich sollte aber ein Rahmen vorgegeben sein). Beachten sollte man jedoch die 1-Prozent-Regelung: Darf jemand das Auto auch privat nutzen, wird dies als geldwerter Vorteil angesehen und muss versteuert werden. Hierfür gibt es die Pauschalisierungsmöglichkeit ein Prozent des Brutto-Inlands-Listenpreises zu zahlen oder über ein Fahrtenbuch die Kosten zu berechnen. Wenn Sie dann noch ein Firmenlogo an der Heckscheibe oder Seite anbringen lassen, ist nicht nur der Beschäftigte glücklich – Sie können auch noch Werbung machen.
  • Handys, Laptops oder Tablets eignen sich vor allem für Mitarbeiter, die häufig auf Dienstreisen sind, mal im Home Office sitzen oder eine flexible Arbeitszeiteinteilung haben. Diese Geräte sind zwar Pluspunkte, dienen aber in nur geringem Maße zur Motivation.
  • Kostenlose Getränke, eine hauseigene Kantine – wo die Mitarbeiter gegebenenfalls sogar gratis essen können oder eine Kaffeeküche, in der öfter Kekse und andere Kleinigkeiten bereitgestellt werden, steigern das Wohlbefinden. Ist das Betriebsklima jedoch schlecht oder hat der Vorgesetzte kein offenes Ohr für sein Team, wird der kostenlose Cappuccino kein entscheidender Grund sein, um bei dem Unternehmen zu bleiben.

Jegliche weiteren Extras wie Fitnessräume, Betriebsärzte, Massagen oder Mitarbeiterwohnungen können einem Unternehmen sicherlich den besonderen Reiz verleihen. Google ist mit diesem Konzept beispielsweise zu einem beliebten Arbeitgeber geworden. Trotzdem sollte dann auch die restliche Arbeitsatmosphäre stimmen. Wie man diese verbessern kann, lesen Sie in den nächsten Abschnitten.

Status Quo erkennen und Probleme lösen

Viele Chefs denken, alles sei immer in bester Ordnung und die Mitarbeiter zufrieden. Zunächst sollten Sie also herausfinden, ob das wirklich der Wahrheit entspricht. Diese Möglichkeiten stehen Ihnen dafür zur Verfügung:

  • Vereinbaren Sie regelmäßige Mitarbeitergespräche, in denen Sie auch nach der Zufriedenheit fragen. Nicht jeder wird wahrheitsgemäß antworten, da eine gewisse Angst vor dem Chef bleibt, aber so zeigen Sie, dass Sie gesprächsbereit sind. Natürlich sollten Sie dann auch entsprechend gemeinsam (!) nach Lösungen suchen, wenn sich jemand traut, eine Beschwerde vorzubringen.
  • Um annährend ehrliche Antworten zu bekommen, können Sie auch eine anonyme Befragung durchführen. Verteilen Sie hierfür Fragebögen, die um Verbesserungsvorschläge bitten.
  • Danken Sie hinterher – beispielsweise über eine Rundmail – für die Teilnahme und schreiben Sie dazu, welche Maßnahmen zur Verbesserung geplant sind/umgesetzt werden. So spüren die Mitarbeiter, dass sie ernst genommen werden und ihre Ideen nicht untergehen.
  • Überprüfen Sie im Internet, zum Beispiel auf kununu.com, wie die Mitarbeiter die Arbeitsbedingungen bewerten.
  • Gehen Sie mit offenen Ohren und Augen durch den Betrieb. Vielleicht bekommen Sie ganz nebenbei mit, wenn es Streitigkeiten gibt oder jemand unzufrieden erscheint. Sprechen Sie daraufhin mit den jeweiligen Mitarbeitern und lassen Sie sich die Situation erklären.
  • Ein einfaches Mittel um Ihr Interesse und Bemühen zu zeigen, ist es, morgens in den Räumen vorbeizuschauen und zu fragen, wie es den Mitarbeitern geht. Klingt logisch, wird jedoch von den wenigsten Vorgesetzten beherzigt.

Morgen sagen wir Ihnen, wie sich das Betriebsklima und die tägliche Motivation verbessern lässt.

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