Teamgeist, Leistungswille und Erfolg – diese Eigenschaften sollte jeder Profi- und Leistungssportler mitbringen. Aber auch im Unternehmen sind diese Fähigkeiten gefragt. Wer die Strategien der Fußballer genau beobachtet, kann also auch was für die Karriere lernen. 

„Dabei sein ist alles“ – Ein Spruch den sicherlich jeder schon mal gehört hat. Aber für die wirklich erfolgreichen unserer Zeit hat dieses Sprichwort wenig Gültigkeit. So zum Beispiel bei den Leistungs- und Profisportlern. Sicherlich ist es erst einmal ein Ziel und Erfolg für Olympia, EM oder WM aufgestellt zu werden, aber was folgt wenn nur hintere Plätze dabei rauskommen?

Die Sportler geraten in Vergessenheit, werden vielleicht nicht mehr aufgestellt. Teilweise werden sie sogar von den Medien zerrissen und ihre Karriere ist ruiniert – obwohl sie dabei waren.
Dieses Prinzip zeigt sich nicht nur im Spitzensport, sondern auch im Berufsleben. Will man wirklich Karriere machen, zählen nur Erfolge. Selbst wenn man Bewerbungsphase und Vorstellungsgespräch erfolgreich meistert und eingestellt wird, ist es keine Garantie, dass man den Job bei ungenügenden Arbeitsergebnissen behalten kann. Kommt es dann erst einmal zu einer Kündigung wird es genauso schwer sich wieder einstellen zu lassen, wie erfolglose Sportler kaum mehr eine Chance haben für internationale Turniere aufgestellt zu werden.

Immer wieder trainieren

Für die Leistungssportler geht es nicht nur darum in körperlicher Topform zu sein, auch mental müssen sie sich auf ihre Arbeit und Prüfungen vorbereiten. Das sind die Voraussetzungen für ihren Job als Sportler und diese Voraussetzungen findet man eigentlich auch in jedem anderen Beruf.

Sehen Sie beispielsweise Ihre täglichen Aufgaben und Arbeitsabläufe als Training an. Jeden Tag üben Sie, indem Sie diesen Aufgaben nachgehen. Nach zwei Jahren werden Sie besser sein, nach zehn Jahren ein Experte auf Ihrem Gebiet. Zumindest wenn Sie hart trainieren und weiter lernfähig bleiben.

Auch unsere Jungs von der Nationalmannschaft haben einmal klein angefangen und ihre Kicktechnik, ihre Ballkontrolle und ihre Passgenauigkeit sicher stetig verbessert. Dazu kommen aber auch die mentalen Kompetenzen und Fähigkeiten. Lassen sich die Spieler zu sehr von Fehlern beeinflussen oder können sie sich nicht auf das Spiel konzentrieren, werden sie wohl keine guten Ergebnisse abliefern. Auch im Arbeitsalltag benötigen Sie diese Kernkompetenzen, um weiter nach oben zu gelangen. Nur wer sich ein klares Ziel setzt und strukturiert darauf hinarbeitet, wird es erreichen.

Turniere in Sport- und Berufswelt

Selbst die Wettkämpfe lassen sich stark miteinander vergleichen. Während sich die deutsche Mannschaft beispielsweise gegen 15 weitere bei der EM durchsetzen muss, haben auch Sie in Ihrer Branche gegnerische Teams.
Natürlich muss man aber auch die Unterschiede beachten: Die Nationalmannschaft kann auch mal ein Jahr verlieren, bekommt in zwei Jahren eine neue Chance. Das Unternehmen muss dauerhaft funktionieren, gegen die Konkurrenz bestehen. Denn sonst könnte es in zwei Jahren schon pleite sein. Neben der Konkurrenzsituation gibt es aber auch andere, vergleichbare Situationen.
Haben Sie beispielsweise ein wichtiges Meeting indem es um einen neuen Auftrag geht, heißt es auch: Sieg oder Niederlage. Sind Sie gut vorbereitet, konzentriert und beherrschen Ihr Spezialgebiet kommt es sicherlich zu einem erfolgreichen Abschluss.

Ein Unternehmen ist ein Mannschaftssport

Der Berater Reinhard Sprenger hat genau diesen Vergleich zwischen Sport und Berufswelt in seinem Buch „Gut aufgestellt. Fußballstrategien im Management“ behandelt. Eine der wichtigsten Aspekte, die Führungskräfte von den Fußballmannschaften lernen könne, ist seiner Meinung nach Teamgeist. Nur wenn alle elf Spieler auf dem Fußballplatz gemeinsam statt gegeneinander spielen, haben sie eine Chance. Der Kapitän hat da keine Ausnahme zu bilden – auch er steht auf dem Platz, wird angespielt, muss Tore schießen oder Angriffe abwehren.
Diese Lektion könnten sich einige Personen im oberen Management abschauen, denn wenn alle eine Strategie verfolgen und auf ein gemeinschaftliches Ziel hinarbeiten, kann man noch bessere Ergebnisse erzielen.

Jessica Walther

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Reinhard K. Sprenger (Autor)

Reinhard K. Sprenger meint: Manager und Führungskräfte können viel von erfolgreichen Fußballtrainern und den Strategien lernen. Denn Profifußball und Unternehmen haben einiges gemeinsam. Vor allem im Bereich wirtschaftlicher Herausforderungen und möglichen Lösungswege können Manager etwas vom Fußball lernen.
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