businessmen arm wrestlingSie wollen mehr erreichen, fühlen sich vielleicht unterfordert oder sind hungrig nach einem Plus an Verantwortung? Dann ist es Zeit für eine Beförderung. Letzte Woche haben wir erklärt, wie man herausfinden kann, ob man nicht nur die positiven Aspekte eines beruflichen Aufstiegs bedacht hat, sondern auch die damit verbundenen Herausforderungen wie schlechtere Arbeitszeiten und ständige Erreichbarkeit.

Wenn Sie sich wirklich sicher sind, eine Beförderung in Angriff nehmen zu wollen, geht es im zweiten Schritt darum, Ihr Ziel zu erreichen und beim Chef die richtigen Argumente für die Beförderung anzubringen.

Setzen Sie sich ein klares Ziel

Der Wunsch befördert werden zu wollen, reicht allein nicht aus. Sie müssen sich genau überlegen, welche Stelle im Unternehmen Sie anpeilen. Wenn in absehbarer Zeit keine Führungsposition in Ihrem direkten Arbeitsumfeld frei wird, sollten Sie andere Abteilungen ins Auge fassen.

Positionieren Sie sich

Wer darauf wartet, entdeckt zu werden, wartet vielleicht vergebens. Ein Mitarbeiter, der Topleistungen bringt, aber wenig Ambitionen zum Aufstieg signalisiert, riskiert, von seinem Vorgesetzten als unentbehrlich abgestempelt zu werden – mit allen Vor- und Nachteilen. Bei Beförderungen, Gehaltsverhandlungen und ähnlichem gilt stets der Grundsatz: Stellen Sie nicht Ihren Wunsch in den Mittelpunkt Ihrer Strategie, sondern Ihren Nutzen für das Unternehmen.

Stellen Sie die Weichen für Ihren Aufstieg möglichst frühzeitig. Lassen Sie andere Ihre erfolgreiche Arbeit bemerken. Stehen Sie zu Ihren Qualitäten und feilen Sie an Ihrem Ruf als Problemlöser, Experte oder Projektmanager.

Wählen Sie einen geeigneten Zeitpunkt

Die Wahl des perfekten Zeitpunktes ist mitentscheidend für den Erfolg. Karriere-Coach Martin Wehrle empfiehlt: „Idealerweise hat man gerade etwas Besonderes vorzuweisen – ein Projekt erfolgreich abgeschlossen, einen wichtigen Kunden gewonnen, eine selbst finanzierte Fortbildung besucht. Das sind Glanzlichter, die man nutzen kann, um seinem Anliegen einen besonderen Nachdruck zu verleihen.“

Seien Sie auf alles vorbereitet

Argumentieren Sie aus der Sicht des Unternehmens, nicht aus Ihrer eigenen. Dass andere Kollegen bereits befördert wurden, Sie aber nicht, ist kein guter Verhandlungsansatz. Rechnen Sie darüber hinaus mit Widerstand und dem Unerwarteten. Vielleicht kann Ihr Vorgesetzter Ihnen nicht die angestrebte Stelle anbieten, aber womöglich eine andere, an die Sie zuvor nicht gedacht haben.

Behalten Sie die Initiative

Nach der Verhandlung ist vor der Verhandlung, um eine Fußballweisheit abzuwandeln. Wenn es nicht geklappt hat, lassen Sie sich nicht ohne eine klare Perspektive aus dem Gespräch herauskomplimentieren. Fragen Sie Ihren Chef, was Sie innerhalb des kommenden Jahres machen müssen, damit Ihr nächstes Beförderungsersuchen zu einem positiven Ergebnis führt. Lassen Sie sich auf keinen Fall entmutigen oder den Eindruck aufdrängen, Sie hätten Ihr Karriereschicksal nicht in der Hand.

Und wenn Ihre Argumente für die Beförderung gestochen haben? Dann kommen jetzt spannende und herausfordernde Zeiten auf Sie zu. Aber auch hier gilt: Setzen Sie sich immer weiter Ziele, positionieren Sie sich und ergreifen Sie sich bietende Gelegenheiten.

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