Wer überzeugend Vorträge halten kann, hat einen unschätzbaren Vorteil im Beruf. Kompetenz in dieser Disziplin ist ein wichtiger Karrierefaktor. Damit das Publikum gebannt an Ihren Lippen hängt und Ihr Chef Ihnen danach auf die Schulter klopft, muss man kein gewaltiges angeborenes Talent besitzen. Meist reicht es schon, die größten Fehler bei Präsentationen nicht zu begehen.

Auf den letzten Drücker kommen

business meeting roomRockstars dürfen ihr Publikum warten lassen. Doch was in der Kunst akzeptiert wird, ist im Beruf fatal. Nur die abgebrütesten Präsentationsprofis können es sich erlauben, punktgenau zu ihrem Vortrag hereinzurauschen. Alle anderen sollten die Chancen nutzen, die ihnen zeitiges Erscheinen bietet: Nicht nur stellen Sie sicher, dass die Technik funktioniert und genug Handouts parat liegen; Sie beweisen auch Ihre Wertschätzung für Publikum und Thema; und nicht zuletzt lässt sich die Zeit, bevor es losgeht, wunderbar zum Networking nutzen. Wenn Ihre Zuhörer Sie bereits sympathisch finden, bevor Sie die erste Folie projiziert haben, kann Ihr Vortrag praktisch nur ein Erfolg werden.

Unsortiert sein

Ein chaotischer Redner raubt seinem Publikum hingegen schnell den letzten Nerv. Technische Pannen können immer mal passieren, wer jedoch vermeidbar unstrukturiert wirkt, der kann Zuhörer auch mit guten Argumenten nur schwer erreichen. Alles was Sie für die Präsentation benötigen, sollten Sie daher griffbereit haben, wenn es losgeht. Wer bei Folie 39 drei Minuten lang einen Folienstift suchen muss, hat vorher etwas falsch gemacht.

Den Anfang verhauen

Wenn Sie bereits den Einstieg in ihren Vortrag vermasseln, sich verhaspeln oder fahrig wirken, wird es schwer, Ihr Publikum danach noch zu fesseln und zu begeistern. Dass es für erste Eindrücke keine zweiten Chancen gibt, gilt auch für Präsentationen. Darum überlegen Sie sich knackige erste Sätze und lernen Sie diese am besten auswendig. Netter Nebeneffekt: Wenn Sie zu Lampenfieber neigen, kann Ihnen ein ausformulierter, sicher vorgetragener Einstieg Ruhe und Schwung geben, die Sie durch die ganze Präsentation tragen werden.

Falsche Handouts

Handouts kann man auf unterschiedliche Weise gestalten. Manche enthalten nur Quellen, andere weiterführende Informationen und wieder andere den Inhalt des Vortrags in Stichpunkten. Egal, für welche Art Handout Sie sich entscheiden, machen Sie sich die Konsequenzen bewusst: Ein langer Fließtext, nur Sekunden vor dem Beginn der Präsentation herumgereicht, wird die Aufmerksamkeit der Zuhörer lange binden. Warten Sie in einem solchen Fall, bis alle sich das Handout einmal angeschaut haben. Im Zweifelsfall: Teilen Sie die Handouts nach dem Vortrag aus.

Eine schlechte PowerPoint-Präsentation

Bei PowerPoint-Präsentationen kann man viel richtig und fast noch mehr falsch machen. Vermeiden Sie folgende beliebte Fehler:

  • Keine Bilder,
  • zu kleine Bilder,
  • Bilder ohne inhaltlichen Bezug,
  • zu viel Text pro Folie,
  • Durcheinander aus Schriftarten, -größen, und -farben,
  • zu viele Effekte,
  • undurchsichtige Schaubilder,
  • verwirrendes Fachvokabular,
  • zu viele Zahlen.

Prüfen Sie Ihre Folien auf mögliche Schwachstellen. Und wenn Sie am Ende die perfekte Präsentation erstellt haben, lesen Sie die Folien nicht einfach nur vor.

Zu schnell vortragen

Gerade, wer sein Thema sattelfest beherrscht, neigt dazu, durch den Vortrag zu eilen. Das birgt die Gefahr, dass Sie Ihr Publikum verlieren. Wenn Sie Folien wegklicken, bevor alle genug Zeit hatten, sie zu lesen, provozieren Sie Frust und Verständnisschwierigkeiten. Zu schnelles Vortragen geht häufig auch mit einer unzureichenden Betonung einher. Wenn Sie wissen, dass sie leicht monoton werden, sollten Sie Ihre Stimme trainieren.

Zu viel körperlicher Einsatz

Seien Sie selbstbewusst und mitreißend, aber bleiben Sie entspannt. Vermeiden Sie, vor Ihrem Auditorium hektisch auf und ab zu rennen – es sei denn, Sie wollen es besonders motivieren und einbeziehen. Wollen Sie einfach nur Projektergebnisse vorstellen, sparen Sie sich überflüssige Showeffekte und das Verbreiten von Hektik. Gerade wenn das Thema die volle Konzentration Ihrer Zuhörer erfordert, sollten Sie sie nicht durch zu viel körperliche Verstärkung ablenken. Auch der ersten Reihe den Blick auf die Präsentationsfläche zu versperren, gehört zu den immer wieder zu beobachtenden Fehlern.

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