Sich zum Sport aufzuraffen, fällt deutlich leichter, wenn man Spaß daran hat. Aber es ist nicht jedermanns Sache, bei Wind und Wetter alleine durch den Park zu joggen. Auch nach einer langen Reise zum Fitnessstudio festzustellen, dass alle Laufbänder und Crosstrainer belegt sind, kann sehr demotivierend sein. Wir stellen Ihnen deshalb in unserer neuen Serie Fitnesstrends vor, bei denen die Kalorien purzeln und der Spaß nicht zu kurz kommt.

Heute: Bokwa – die Mischung aus Tanz- und Boxelementen

© Kzenon - Fotolia.comWährend sich Zumba in den USA bereits etabliert hat, ist Bokwa hierzulande noch ein relativ unbekannter Fitnesstrend. Das könnte sich jedoch innerhalb der nächsten Jahre rasant ändern, denn Bokwa hält nicht nur fit, es macht auch richtig Spaß – und ist dabei für fast jedes Fitnesslevel und alle Altersgruppen geeignet. Oder um es mit den Worten von Paul Mavi zu sagen, der die Gruppenfitness erfunden hat: „Wenn du dich bewegen und buchstabieren kannst, kannst du Bokwa machen.“

 

Was genau ist Bokwa?

Wie bei so vielen Fitnessprogrammen kann man auch beim Bokwa den Grundgedanken anhand des Namens erkennen: „Bo“ steht hierbei für Boxen und „kwa“ für die südafrikanische Musikrichtung Kwaito – hinzu kommen Capoeira-Elemente, gepaart mit Step-Aerobic-Übungen.

Diese Kombination mag kompliziert klingen, aber hier  kommt das besagte Buchstabieren ins Spiel. Denn Bokwa ist unterteilt in Level und jeder Level beinhaltet einen Grundschritt und zwölf Variationen des Schrittes. Diese Folgen werden durch Buchstaben oder Zahlen ausgedrückt – und sind überall auf der Welt identisch.

Streckt der Trainer eines Level-1-Kurses also beide Zeigefinger in die Höhe, ist dies der Aufruf die Bokwa-Übung 1+1 zu tanzen. Die aus zwei Schritten nach vorn, einem Kick und zwei Schritten zurück, samt Wiederholung, besteht. Dieser Schritt ist in Deutschland der Gleiche wie in Taiwan, Australien oder den USA. Der große Unterschied zum Zumba besteht also darin, dass man nicht nur ungefähre Choreografien hat, die je nach Trainer und Kurs variieren, sondern man einen Bokwa-Kurs beispielsweise in Deutschland anfangen und ihn ohne Probleme in anderen Ländern fortführen kann.

Der zweite Unterschied besteht in der Musik. Während man sich beim Zumba zu lateinamerikanischen Rhythmen bewegt, werden in den Bokwa-Kursen aktuelle Charthits aufgelegt oder es wird zu den südafrikanischen Klängen getanzt. Aber egal, welche Musik gespielt wird, jeder Buchstabe und jede Zahl der Schrittfolge lässt sich auf die Rhythmen abstimmen.

So kann man den Schritt mal langsamer, mal schneller tanzen und mit zusätzlichen Kicks, Drehungen und Sprüngen ergänzen – je nach Musik, Vorliebe und Fitnesslevel.

Jung und Alt können gemeinsam trainieren

Aufgrund der leicht zu erlernenden Schritte und des individuell bestimmbaren Tempos ist Bokwa eigentlich für jede Altersgruppe geeignet. Die Teilnehmer brauchen auch keine Vorkenntnisse und selbst Menschen, die nicht so viel Rhythmus im Blut haben, können die Übungen schnell einstudieren.

Die Homepage wirbt deshalb damit, dass sowohl 4-jährige Kinder, wie auch Menschen über dem 70. Lebensjahr, Spaß beim Training haben werden. Natürlich sollten Sie es aber nicht übertreiben: Bokwa ist und bleibt ein Herz-Kreislauf-Training, und falls Sie gesundheitliche Probleme haben, sollten Sie zunächst Rücksprache mit dem Arzt oder Trainer halten. Gerade für Menschen im fortgeschrittenen Alter empfiehlt es sich deshalb unbedingt langsam anzufangen.

Bokwa: ein umfassendes Workout

Denn so viel Spaß der Fitnesstrend von Street-Musiker Paul Mavi auch bringt, wie jedes gute Trainingsprogramm ist es auch anstrengend. Auf der Bowka-Homepage heißt es beispielsweise, dass man rund 1200 Kalorien pro Einheit verbrennt – realistischer sind jedoch eher bis zu 500 Kalorien pro Stunde. Abhängig ist dieser Wert natürlich von der eigenen Fitness und von der Intensität der Übungen. In einem Anfängerkurs wird man somit weniger ins Schwitzen kommen als bei den schnelleren Schrittfolgen des höheren Levels.

Trotzdem ist Bokwa durch die unterschiedlichen Übungen und die ständige Bewegung – in manchen Kursen muss man sich selbst während der Trinkpause weiterbewegen – ein Training für jede Muskelpartie und steigert gleichzeitig die Ausdauer.

Im Gegensatz zum Joggen oder dem eintönigen Krafttraining im Fitnesscenter sorgen Musik und die positive Gruppenstimmung jedoch für eine gewisse Leichtigkeit, wodurch man die Anstrengungen nicht so stark spürt, beziehungsweise eher als angenehm empfindet. Bokwa eignet sich deshalb besonders für diejenigen, die neue Kontakte knüpfen und Spaß haben, gleichzeitig aber etwas für die Gesundheit tun wollen.

Wenn Sie auf den Geschmack gekommen sind und einfach Mal in einen Kurs reinschnuppern möchten, können Sie hier nachsehen, wo die nächste Stunde in Ihrer Region angeboten wird.

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