Freiheit, selbstbestimmtes Leben und natürlich Erfolg. Diese Punkte schweben so manchem in Kopf herum, wenn er an die Existenzgründung denkt. Doch der Weg ist nicht immer einfach und für den Erfolg muss man hart arbeiten. Wir sagen Ihnen heute, welche Eigenschaften einen guten und erfolgreichen Gründer ausmachen.

1. Die Geschäftsidee

Sie haben eine Idee gefunden, die so noch kein anderer hatte und von der Sie begeistert sind? Das ist gut, denn schließlich müssen Sie auch andere begeistern. Viel wichtiger ist es aber, dass Sie auch einen Nutzen für Ihre Kunden ausarbeiten. Wer soll, warum Ihr Produkt kaufen? Wie genau sieht das Geschäftsmodell aus? Schon viele gute Ideen sind daran gescheitert, dass sie nicht genau ausgearbeitet waren.

 2. Der Wille zum Erfolg

Nur wer bereit ist, alles für die Existenzgründung zu geben, wird hinterher auch erfolgreich sein. Deshalb sollten Sie sich auch im Klaren darüber sein, dass anfangs viel Arbeit auf Sie zukommen wird.  Überstunden, Stress, Wochenend- oder Feiertagsarbeit sollten demnach mit einkalkuliert sein. Wer sich nur selbstständig machen will, um weniger zu arbeiten, ist mit einem Teilzeitjob vielleicht besser beraten. Nicht umsonst hat sich der Spruch etabliert, als Selbstständiger arbeite man „selbst und ständig“.

 3. Ausdauer und Motivation

Das erste Jahr ist immer das schwerste. Und wenn man nicht gerade Google oder YouTube heißt, trifft dieser Satz wohl auch zu. Erst einmal braucht man einen guten Kundenstamm, viele Kontakte und natürlich ein gutes Marketing. Nur wenn das gegründete Unternehmen auch hinreichend bekannt wird, kann es erfolgreich sein. Deshalb braucht man viel Ausdauer in der Kundenakquise und darf die eigene Motivation niemals verlieren, selbst wenn es am Anfang schlecht laufen sollte.

 4. Realistische Ziele setzen und konsequent verfolgen

Nur wer seine Ziele definieren, verfolgen und sie messen kann, kann auch erfolgreich werden. Deswegen ist es wichtig einen 3- beziehungsweise 5-Jahres-Plan aufzustellen und nicht nur ein realistisches Hauptziel, sondern auch Etappenziele zu definieren. Neben den Unternehmenszielen brauchen Sie aber auch persönliche Ziele für Ihre Existenzgründung, damit Sie sich immer vor Augen führen können, wofür Sie eigentlich so hart arbeiten.

 5. Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen

Wenn Sie pessimistisch an das Projekt herangehen und immer wieder sagen „Ich kann das nicht“, dann wird es wohl auch nicht von Erfolg gekrönt sein. Nur wenn Sie an sich selbst glauben, können Sie auch andere dazu bringen, an Sie zu glauben. Wer sich darüber hinaus nicht gegen die Widrigkeiten des Alltags durchsetzen kann, wird auch mit der besten Geschäftsidee scheitern.

 6. Kontaktfreudig sein

Sie müssen nicht nur Ihr Unternehmen bekannt machen. Sie brauchen Kunden, Berater, vielleicht Personal und der Austausch mit anderen Selbstständigen hilft sicherlich auch bei vielen Schritten. Also müssen Sie Kontakte knüpfen. Sind Sie eher introvertiert und gehen nicht gerne auf Menschen zu, geschweige denn, dass Sie sich vor Ihnen präsentieren, sollten Sie die Existenzgründung noch mal überdenken. In so einem Fall brauchen Sie mindestens einen kontaktfreudigen Partner, der das Networking übernimmt.

 7. Reflexions- und Reaktionsvermögen

Es kann nicht immer alles einwandfrei vonstattengehen – schon gar nicht bei der Existenzgründung. Probleme können auftreten und vielleicht kommt ein Produkt doch nicht so gut an, wie man anfangs dachte. In diesem Fall müssen Sie das Problem erkennen und möglichst schnell lösen, sonst werden Sie sich festfahren. Genauso ist es wichtig, auch Selbstkritik üben zu können. Überlegen Sie nach jedem Projekt was Sie gut gemacht haben und was vielleicht noch besser laufen könnte. Nur so werden Sie sich und Ihr Unternehmen stetig steigern und verbessern können.

 8. Vorrauschauend planen und kalkulieren

Als Arbeitnehmer sind Einnahmen und Ausgaben einigermaßen überschaubar. Jeden Monat gibt es Gehalt, jeden Monat werden Steuern, Versicherungen und Mieten abgezogen und mit dem Rest kann man haushalten. Wer selbstständig ist, sollte jedoch etwas vorrauschauender planen können. Schließlich bekommt man kein festes Gehalt mehr und es können auch mal umsatzschwächere Zeiten auf einen zukommen. Wer da nicht gut kalkuliert hat, landet mit der Existenzgründung schlimmstenfalls am Existenzminimum. Das gilt natürlich auch für die zu erfüllenden Forderungen Dritter. Wer mehr verdient, kann beispielsweise nicht automatisch mehr ausgeben. Denn dann gilt es auch, mehr an das Finanz- oder Gewerbeamt zu zahlen. Hierfür sollte demnach frühzeitig Geld zurückgelegt werden.

 9. Richtiges Zeitmanagement

Zum guten Zeitmanagement eines Existenzgründers gehört es nicht nur Projekte innerhalb einer gewissen Frist abschließen zu können, man sollte auch delegieren, planen, ordnen und dadurch strukturiert arbeiten können. Unordnung kostet Zeit, genauso wie der Versuch alles Selbst zu machen, obwohl man es nicht kann und natürlich können bei einer fehlerhalten Planung Probleme entstehen, die wiederum wichtige Stunden in Anspruch nehmen.

Zudem muss man als Selbstständiger unbedingt Prioritäten setzen – denn nicht alles geht auf einmal. Wer das alles kann, dem wachsen die Aufgaben eines Gründers sicher nicht über den Kopf hinaus.

 10. Freude an der beruflichen Selbstständigkeit

Als letzter und vielleicht wichtigster Faktor für die erfolgreiche Existenzgründung gilt es, Spaß an seiner Arbeit zu haben. Das hilft nicht nur die stressigen, arbeitsreichen Zeiten zu überstehen. Wenn Sie mit sich und Ihrer Tätigkeit im Reinen sind, wird sich diese positive Einstellung auch auf Ihre Kunden auswirken. Schließlich sind Emotionen ansteckend und wer mit einem Lächeln in die Welt geht, bekommt auch immer eines zurück.


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Der Traum vom eigenen Unternehmen I  -  Von der Idee zum (konkreten) Plan

Der Traum vom eigenen Unternehmen II  – Vom Businessplan bis zur Unternehmenseröffnung

Der Traum vom eigenen Unternehmen III – Von der Gründung zum dauerhaften Erfolg

Der Traum vom eigenen Unternehmen IV – Von der Gründung zum dauerhaften Erfolg

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