Kennen Sie das Gefühl, dass alles immer teurer wird? Egal, ob Lebensmittel, Sprit, Heiz- und Stromkosten, Miete oder Kleidung – wofür man früher noch fünf Mark berappen musste, sind heute mindestens fünf Euro fällig. Doch es geht auch günstiger! Wir sagen Ihnen in den nächsten Wochen in unserer neuen Serie, wie Sie schon mit kleinen Kniffen großes Geld sparen können.

Heute zeigen wir Ihnen, wie Sie im Supermarkt einige Euros weniger zahlen müssen.

Eigentlich wollten Sie nur ein paar Kleinigkeiten kaufen, doch dann fiel Ihnen noch dieses Superangebot ins Auge und an der Wursttheke gab es leckere Häppchen – das könnte Ihrer Familie auch schmecken. Also füllte sich der Wagen von Gang zu Gang und der Kassenbon wurde länger und länger. Hinterher zahlten Sie 50 Euro und müssen vielleicht am nächsten Tag wieder los, weil Sie die ursprünglich benötigten Kleinigkeiten vergessen haben.                                              Aber wieso Sie manches andere gekauft haben, dass wissen Sie zu Hause eigentlich gar nicht mehr …

Den Supermarktbesuch vorbereiten

 

Damit es Ihnen nicht (mehr) so ergeht, sollten Sie zukünftig größeren Wert auf die richtige Vorbereitung legen.

Zum wöchentlichen Einkauf gehört es beispielsweise dazu, zu prüfen, was eigentlich fehlt und nur das sollte man dann auf einen Zettel schreiben. Auch wenn Sie sich Ihre Standardprodukte problemlos merken können, überflutet uns der Supermarkt mit Eindrücken, Angeboten und bunten Farben, die schnell vergessen lassen, was man eigentlich kaufen wollte. Haben Sie Ihre Liste erstellt, arbeiten Sie auch damit und halten Sie sich daran. So landet Überflüssiges weder im Waagen noch im Kühlschrank und auch im schlimmsten Falle nicht im Mülleimer.

Zur Vorbereitung für einen bewussten Einkauf ist es ebenfalls notwendig, dass Sie gesättigt den Supermarkt betreten. Denn sonst könnten die Augen größer sein als der Magen und Sie kaufen einfach nur aus Appetit viel mehr ein, als Sie benötigen.

Schnäppchen, reduzierte Ware und Preisvergleiche

Wenn Sie alle Schnäppchen kaufen, die angeboten und ausgerufen werden, kommt Sie das hinterher garantiert teurer, als würden Sie ganz normal einkaufen. Preise zu vergleichen ist sicherlich angebracht aber nicht überall, wo „Angebot“ draufsteht, ist eben auch ein wirkliches Angebot drin. Vor allem die Aufsteller in den Mittelgängen oder die Lautsprecheransagen verleiten eher dazu, Dinge zu kaufen, die man nicht kaufen wollte. So gibt man letztlich wieder mehr Geld aus, selbst wenn es Schnäppchen sind.

Schauen Sie deshalb lieber schon vor dem Besuch im Supermarkt, welche Lebensmittel derzeit im Angebot sind und überlegen Sie sich, ob Sie diese brauchen. Ist dem so – greifen Sie ruhig zu und sparen einige Cents. Wenn Sie aber lediglich wegen des tollen Angebots die Ware erwerben wollen, sollten Sie sich zurückhalten.

Zudem bringt es meist auch nichts, zwanzig Kilometer extra zu fahren, um den zehn Cent günstigeren Käse zu kaufen – die zehn Cent haben Sie schon durch die Benzinkosten wieder verloren.

Was sich aber wirklich lohnt und Geld spart, sind reduzierte Waren. Häufig werden zum Beispiel Joghurts oder andere Milchprodukte um bis zu 50 Prozent günstiger angeboten, wenn Sie sich dem Mindesthaltbarkeitsdatum nähern. Das heißt nicht, dass diese Waren schlecht sind, aber da Kunden in der Regel die frischeste Milch kaufen, setzen die Supermärkte ältere Produkte herunter, selbst wenn Sie noch schmackhaft und vollkommen unbedenklich wären. Deswegen greifen Sie ruhig und ohne schlechtes Gewissen zu. Es handelt sich schließlich nur um die Mindesthaltbarkeit und nicht um einen Fakt, dass sich nach diesem Datum die Lebensmittel in Schimmelpilze verwandeln.

Etwas Mühe spart schon Geld

Eine andere Methode, um Geld zu sparen, ist die zum Kaufen verleitende Supermarktstruktur zu ignorieren. So sind beispielsweise teurere Waren auf Augenhöhe und im rechten Regal aufgestellt. Vermeintliche Schnäppchen, die eigentlich nur überflüssige Lustkäufe sind, wie teure Markenbonbons, werden häufig im Mittelgang präsentiert. Dadurch haben Sie gar keine andere Wahl, als einen Blick darauf zu werfen.

Am Ende, meist direkt an der Kasse, gibt es dann noch kleine Versuchungen wie Kaugummi und Schokolade. Dort greift man gerne noch mal zu, wenn man in der Warteschlange steht und plötzlich sind weitere 50 Cent im Wagen gelandet.

Dieser Aufbau wurde von Marketingexperten konzipiert, damit Sie mehr Geld ausgeben. Also umgehen Sie die Einfachheit beim Einkaufen – die günstigsten Angebote erreichen Sie beispielsweise, wenn Sie sich bücken und ins unterste Fach greifen. Schlechter ist die dortige Ware nicht, auch wenn ein anderer Name darauf steht.


Wer sich dann noch erfolgreich gegen die Lockangebote, Häppchenverteilung und Käufe aus Langeweile an der Kasse wehrt, spart beim Einkaufen schon einige Euros. Dieses nicht ausgegebene Geld, können Sie dann gleich in die Sparbüchse wandern lassen, um sich einen bewussten Wunsch zu erfüllen, anstatt einen Markenschokoriegel mehr zu kaufen.


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