© Torbz - Fotolia.comMittlerweile werden die meisten Bewerbungen per E-Mail versendet. Doch auch die digitale Bewerbungsmappe birgt einige Stolpersteine. Damit Sie nicht in die elektronische Falle tappen und auch mit der E-Mail Bewerbung Erfolg haben, sagen wir Ihnen, welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten.

Absender: Keine kuriosen Spitznamen

Wenn “[email protected]” eine Bewerbung als Bankangestellte einreicht, lässt die Kandidatin Zweifel an Ihrer Seriosität aufkommen. Wählen Sie deshalb immer eine möglichst unverfängliche E-Mail-Adresse, die beispielsweise aus Vornamen und Nachnamen besteht. So sieht der Empfänger gleich, wer sich bewirbt, und kann sich Ihren Namen einprägen. Falls Sie drei Vornamen haben, sollten Sie jedoch davon absehen, alle in der E-Mail-Adresse unterzubekommen – halten Sie es immer einfach, prägnant und möglichst kurz.

Betreff: Nicht zu schwammig formulieren

Der Betreff sollte so gewählt werden, dass der Empfänger sofort weiß, auf welche Stelle Sie sich bewerben. Das Wort „Bewerbung“ oder „Bewerbungsunterlagen” hat dabei keine Aussagekraft – vor allem, wenn in dem Unternehmen mehrere Stellen zu besetzen sind. Geben Sie also entweder die in der Stellenanzeige genannte Chiffre an oder schreiben Sie die entsprechende Position dazu.

Empfänger: Nicht an die x-beliebige Firmenadresse versenden

Stellen Sie sicher, dass Sie die korrekte und in der Stellenausschreibung genannte Adresse verwenden. Wenn Sie eine Initiativbewerbung losschicken, fragen Sie vorher telefonisch bei dem Unternehmen nach, an welche Adresse die Bewerbung gehen soll. Wenn Sie einfach an „kontakt@…“ oder „info@…“ schreiben, könnten Ihre Unterlagen in der digitalen Nachrichtenflut untergehen.

E-Mail-Text: Nicht umgangssprachlich werden oder schwafeln

Die elektronische Nachricht ersetzt zwar die Bewerbungsmappe, auf Formalitäten muss aber dennoch geachtet werden. Adressieren Sie die Mail wieder an den direkten Ansprechpartner, den Sie mit „Sehr geehrte/r…“ ansprechen. Der eigentliche Inhalt der E-Mail sollte knapp und informativ gehalten sein und wieder konkret benennen, wofür Sie sich bewerben. Hier können Sie zudem den nächstmöglichen Eintrittstermin oder die Gehaltsvorstellungen unterbringen, falls in der Ausschreibung danach gefragt wurde und Sie dies nicht bereits im Anschreiben erwähnt haben. Vergessen Sie zudem niemals den Zusatz, dass Sie für Rückfragen jederzeit zur Verfügung stehen, und beenden Sie den E-Mail-Text mit einer angemessenen Grußformel („Mit freundlichen Grüßen“) sowie mit Ihren Kontaktdaten.

Anhang: Nicht zu groß, nicht zu viel, nicht im falschen Format

Die meisten Stolpersteine birgt der Anhang. Wenn hier zehn Dateien im .odt-Format mit einer Gesamtgröße von 20 Megabyte beim Unternehmen ankommen, dann wird der Empfänger entweder genervt sein, schnell den Überblick verlieren oder er erhält Ihre E-Mail gar nicht, beziehungsweise kann die Dateien nicht öffnen.

Wie bei der klassischen Bewerbungsmappe sollte deshalb alles auf einen Blick zu finden sein. Verschicken Sie demnach ein, maximal zwei, Dokumente, in denen Deckblatt, Anschreiben und Lebenslauf in einer Datei zusammengefasst sind – die Anlagen können in einer extra Datei versendet werden. Aber auch hier gilt es, alle Zeugnisse, Zertifikate oder Empfehlungsschreiben in einem Dokument zu sammeln. Sollten in der Stellenausschreibung noch Arbeitsproben verlangt werden, dürfen Sie eine entsprechende dritte Datei anhängen.

Achten Sie als Nächstes darauf, dass die Dateinamen der Anhänge sofort Aufschluss darüber geben, welche Unterlagen sich dahinter verbergen und von welchem Bewerber sie stammen. Der Dateiname könnte also lauten: „Bewerbung als (Stellenbezeichnung) – Vorname Nachname“ beziehungsweise für die Zeugnisse: „Anlagen – Vorname Nachname“.

Zuletzt sollten Sie noch auf das Format und die Größe achten: Word-Dateien sind editierbar, relativ groß (insbesondere, wenn sie Bilder enthalten) und zwischen den verschiedenen Versionen kann es zu Darstellungsfehlern der kommen. Versenden Sie also immer .pdf-Dateien. Diese lassen sich von jedem öffnen, sind etwas kleiner, schreibgeschützt und die Formatierung wird beibehalten.

Die Anhänge sollten zudem insgesamt nicht größer als zwei bis fünf Megabyte sein. Bei höheren Dateigrößen sollten Sie die Auflösung der eingescannten Dokumente (beispielsweise der Zeugnisse) anpassen. Achten Sie jedoch darauf, dass die Scans leserlich bleiben.


Ansonsten gilt für die Unterlagen der E-Mail Bewerbung, – also für das Anschreiben, den Lebenslauf, das Bewerbungsfoto und die Arbeitszeugnisse – dass sie genauso sorgsam, ansprechend, strukturiert und informativ gehalten sein müssen, wie bei der klassischen postalischen Bewerbung.

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  1. Nicola Quast

    Hallo,
    ich bin ganz begeistert von den Informationen zur fehlertreien Bewerbung!
    Es sind sehr wertvolle Tipps für mich dabei, die mir helfen, ein weitaus
    besseres Bild von mir in der Personalabteilung zu präsentieren.
    VIelen Dank dafür,
    Nicola

    • Nicola Quast

      Hallo,
      Ich bin ganz begeistert von den Tipps zur richtigen
      Bewerbung.
      Auf diese Weise werden Fehler, die sonst in der Personalabteilung
      landen, vermieden.Der erste Eindruck dort ,kann ja schon über
      das’ Weiterkommen’ entscheiden.
      Vielen Dank dafür,
      sonnige Grüße aus Hamburg,
      Nicola Quast

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