Feng Shui ist die tradionelle chinesische Lehre vom Leben im Einklang mit der Umwelt. Schon in den frühen Herrscherdynastien wurden die Kaiserpaläste von Feng Shui Meistern gestaltet um Harmonie, Glück und Erfolg für den Herrscher zu gewährleisten. Doch auch die westliche Welt hat Feng Shui längst für sich entdeckt und es zu einer Art Trend neben Sushi und Yoga auserkoren. Aber wie wendet man es an und was bringt es?

Fotolia.com - Feng Shui im BüroBeim Feng Shui ist oft die Rede vom sogenannten Qi (auch Chi genannt),  was so viel wie Lebensenergie bedeutet. Es heißt, sie fließt in jedem Raum in uns hinein, stärkt uns und beeinflusst unser Wohlbefinden. Viele Feng-Shui-Methoden bauen auf dieser Energie auf, beispielsweise die Platzierung der Möbelstücke, oder die Wandgestaltung anhand der Elemente Erde und Feuer. Sicherlich hilft der Glaube an den Energiefluss, was die Wirkung von Feng Shui anbelangt, aber viele Lehren der altchinesischen Tradition lassen sich auch in der heutigen Psychologie wiederfinden.

Ein Beispiel ist die Wirkung von Farben. Rot steht demnach für Energie, Kraft sowie/und Liebe und soll zudem unseren Appetit steigern. Wohingegen Blau für Produktivität, Ruhe und innere Gelassenheit steht. Nach diesen Farbschemen urteilt auch jeder Feng Shui Berater.


Feng Shui hat also nicht nur etwas Spirituelles an sich, an das man glauben muss, es wirkt sich auch auf unser Handeln und Verhalten aus, da es unser Unterbewusstsein mit positiven Gefühlen beeinflusst. Oder zumindest versucht die negativen fernzuhalten.
Grundsätzlich sind unsere Reaktionen immer auf das Unterbewusstsein zurückzuführen. Das merkt man dann daran, dass man sich irgendwo nicht sonderlich wohl fühlt, aber nicht unbedingt ausmachen kann, woran es liegt. Manchmal beschreibt man dieses Gefühl damit, dass ein Raum kalt oder steril wirke, vielleicht sogar abweisend. Genau an diesen Punkt setzen viele Lehren des Feng Shui an und versuchen durch bestimmte Arrangements derartige Gefühle gar nicht erst aufkommen zu lassen. Feng Shui kann dadurch der Wohlfühlfaktor und die Raumatmosphäre stark beeinflussen. Auch am Arbeitsplatz kann es nützlich sein, um Produktivität, Kreativität und innere Ruhe zu fördern.

Wir haben einige Tipps zusammengetragen, wie Sie durch Feng Shui Methoden eine angenehmere Arbeitsatmosphäre schaffen können.

1. Halten Sie Ordnung

Sorgen Sie für genug Stauraum in Ihrem Büro, damit sich keine Zettelberge auf Ihrem Schreibtisch auftürmen. Nutzen Sie am besten geschlossene Regale, damit Sie die abgeschlossenen Aufgaben auch wirklich abschließen können und nicht immer im Blickfeld haben. Die Feng Shui Lehre besagt, dass äußere Ordnung auch zu innerer Ordnung führt. Grundsätzlich haben Sie durch einen aufgeräumten Schreibtisch aber auch einfach den besseren Überblick über Ihre noch ausstehenden Projekte. Dadurch können Sie sich besser auf diese Tätigkeiten konzentrieren.

2. Alles im Blick behalten

Nach den Feng Shui Regeln ist es immer besser mit dem Rücken zu einer Wand zu sitzen, denn diese bietet Schutz und Stärkung. Zudem ist es gut, wenn alle Fenster und Türen eingesehen werden können. Man behält die Kontrolle und niemand kann plötzlich hinter Ihnen auftauchen. Oder haben Sie nicht auch schon mal ein seltsames Gefühl gehabt, wenn Sie mit dem Rücken zur Tür saßen?

3. Lieber rund statt Ecken und Kanten

Wenn Sie Dekoration oder Pflanzen für Ihr Büro aussuchen, nehmen Sie eher runde Gegenstände als eckige. Beispielsweise kann eine Yucca-Palme mit ihren spitzen Blättern unterbewusst bedrohlich  wirken. Selbst wenn Sie es nicht mitbekommen,  machen Sie wahrscheinlich unwillkürlich einen  Bogen um das Gewächs.

Auch sollte möglichst keine Tischkante auf Sie zeigen. Um solche Ecken abzuschwächen, kann man auch bewusst Pflanzen, Tücher oder Lampen davor positionieren.

4. Licht & Luft

Sonne macht uns glücklich und sowohl Sonnenlicht als auch frische Luft versorgen uns mit Energie. Das behaupten nicht nur die Feng Shui Berater und Meister, sondern auch  Wissenschaftler. Denn bei diesem Tipp geht es um Psyche und Physis gleichermaßen.

Natürliches Sonnenlicht ist für die Arbeit im Büro am besten geeignet. Ein Arbeitsplatz ohne Fenster lässt einen deshalb schnell eingehen wie eine vertrocknete Pflanze.
Wenn Sie ein großes Fenster haben, verhängen Sie es nicht unnötig mit dunklen Vorhängen und lüften Sie regelmäßig. Kleine Farbakzente bei den Vorhängen schaden nicht, geeignet sind vor allem leicht transparente Stoffe.

5. Farbgebung

Wir reagieren auf jede Farbe unterschiedlich, trotzdem ist nicht jedes Grün immer gleichbedeutend mit Frische und Hoffnung. Im Büro sollten Sie grundsätzlich auf eine dezente Farbgebung setzen, wobei warme und abgetönte Farben oft harmonischer wirken als grelle.
Aber auch eine zu gemütliche Büroatmosphäre kann sich negativ auf Ihren Arbeitseifer auswirken. Wägen Sie deshalb vor allem die Wandgestaltung gut ab und holen Sie hier gegebenenfalls den Rat eines Experten ein. Schließlich verbringt man die meiste Zeit des Tages bekanntlich im Bett und im Büro.

Eine kleine Stütze zur Wirkung von Farben bietet auch die folgende Infografik:

Courtesy of NowSourcing, Inc


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