In den Mannschaftsdisziplinen bei Olympia sind Teamgeist, Motivation, Vertrauen und Zusammenhalt gefragt – im Büro ist das nicht anders. Ist das Betriebsklima schlecht und das Team zieht nicht gemeinsam an einem Strang, wird es niemals Gold für die Firma geben. Doch mit einigen Tipps kann man die Motivation und Produktivität steigern.

Den besten Teamzusammenhalt zeigte kürzlich der deutsche Achter bei Olympia. Jeder Ruderer war hochmotiviert und auf die anderen eingestellt. Da war es nicht verwunderlich, dass diese Leistung mit der Goldmedaille belohnt wurde. Doch nicht nur für Sportler ist der Zusammenhalt wichtig, um Erfolg zu haben. Jedes Unternehmen ist auf die Produktivität und Leistung der Mitarbeiter angewiesen. Wir haben fünf Tipps zusammengetragen, die zu einem besseren Betriebsklima und so zu besseren Ergebnissen beitragen können.

Vertrauen durch Kommunikation

Wenn die Mitarbeiter dem Chef nicht vertrauen, werden sie ihm weder alles erzählen, noch werden sie seine Entscheidungen verstehen und  darum nicht alles für deren Umsetzung tun.
Deshalb sollte man sich als Erstes darum bemühen, eine offene Kommunikation zu etablieren. Mitarbeiter sollten bei Entscheidungen mit einbezogen und nach ihren Meinungen gefragt werden und auch wenn diese mal negativ ausfallen, sollte man die Kritik beherzigen. Vielleicht sehen die vielen Augen tatsächlich etwas, dass man alleine übersehen hätte?
Aber auch der Chef sollte Vertrauen in die Fähigkeiten und Kenntnisse seiner Mitarbeiter haben. Denn wenn man nur minderwertige Aufgaben und Entscheidungsgewalten zugesprochen bekommt, obgleich man mehr könnte, fühlt man sich schnell unterfordert und denkt, die eigene Arbeit würde nicht wertgeschätzt.

Nicht nur kritisieren – auch loben

In Deutschland ist es oft üblich, nur die schlechten Aspekte anzusprechen. Es wird kritisiert wenn etwas schief läuft, aber kein Lob ausgesprochen, wenn der Mitarbeiter ein Projekt zum Erfolg gebracht hat. Dieses Verhältnis kann die Mitarbeiter schnell demotivieren und den Gedanken aufkommen lassen, dass man niemals gute Arbeit leistet, was auf Dauer zu Frustration und Kündigung führen kann. Man sollte sich vielleicht ein Beispiel an amerikanischen Firmen nehmen – Lob ist dort an der Tagesordnung, dafür weiß der Mitarbeiter dort: Wird er nicht gelobt, war seine Arbeit auch nicht gut.

Den Wert der Mitarbeiter erkennen

Der Mitarbeiter sollte niemals als Objekt oder reine Arbeitskraft betrachtet werden. Hinter jedem Arbeitnehmer und Arbeitgeber steckt ein Mensch und dieser Mensch hat Bedürfnisse, Wünsche und Grenzen. Wenn die Leistung also mal etwas unterdurchschnittlich ausfällt, sollte der Chef nicht gleich mit Sanktionen drohen, sondern nachfragen woran es liegt. Zudem ist jeder Mitarbeiter als Teil eines Kartenhauses zu betrachten – fällt er weg, kann alles zusammenbrechen.
Als Chef sollte man diesen Wert immer vor Augen haben.

Teamgeist stärken

Sofern ein Unternehmen nicht nur aus einer Person besteht, ist Teamarbeit gefragt. Mobbing, Lästereien und Intrigen unter den Kollegen, können die Leistungen schmählern und den Spaß an der Arbeit nehmen. Ein Team, das zusammenarbeitet und sich schätzt, wird deshalb immer mehr erreichen, als eines, dass zu sehr darauf konzentriert ist, sich gegenseitig anzugreifen.
Der Chef sollte deshalb öfter fragen, wie das Klima zwischen den Kollegen ist und ob es Unstimmigkeiten gibt. Zusätzlich können Betriebsausflüge oder ein gemeinsames Essen im Team den Zusammenhalt und das Zugehörigkeitsgefühl stärken.

Immer ehrlich und offen

Es gibt nie nur rosige Zeiten im Betrieb – das ist bei Sportteams nicht anders – aber man sollte dann offen damit umgehen.
Gibt es ein Problem, sollte es angesprochen und geklärt werden, von allen Seiten. Schließlich wird sich kein Mitarbeiter in einem Betrieb wohlfühlen, in dem still und heimlich Kündigungen verteilt werden, obgleich nie etwas in der Kommunikation angemerkt wurde.
Dazu gehört aber auch, dass die Kollegen untereinander und gegenüber dem Chef ehrlich sind – Lästereien auf dem Flur haben noch nie zu einem guten Miteinander geführt. Weder im Büro, noch im deutschen Mannschaftssport.


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