Rhetoriklehrer, Seminare zur Gesprächsführung und entsprechende Handbücher mit praktikablen Tipps und Tricks für einen gekonnten Vortrag sind keine Erfindung der heutigen Zeit. Seit der klassischen Antike beschäftigen sich die Menschen mit Rhetorik. Redenschreiber und Rhetoriklehrer zählten zu den “Königsmachern” überhaupt.

Aus diesem Grund beschäftigen sich seit je her auch Philosophen und Lehrmeister mit Fragen: Wie können Menschen in der Kommunikation erfolgreich sein und wie können sie andere überzeugen? In zweieinhalbtausend Jahren konnten eine Reihe von relevanten Beobachtungen festgelegt werden, auf denen die Rhetorikforschung noch heute aufbaut. Neben dem antiken Wissen bedient sich die heutige Praxis auch der Erkenntnisse benachbarter Wissenschaften, wie zum Beispiel der Psychologie oder der Medienwissenschaft. Über einen sehr langen Zeitraum konnte sich somit ein rhetorisches Wissen aufbauen, wie es vielseitiger nicht sein könnte.

Rhetorik – in jeder Lebenslage der Schlüssel zum Erfolg

So vielseitig wie die Fragestellungen und Bereiche der Redepraxis, ist auch ihr allgemeines Verständnis. Der Begriff Rhetorik lässt sich unterschiedlich betrachten: Während die einen die Rhetorik als ein Regelwerk für schönes Reden oder trainierte Cleverness betrachten, halten sie andere für eine gefährliche Technik, die Menschen mit hinterlistigen Tricks manipulieren kann.

Aus wissenschaftlicher Sicht versteht man darunter das auf Erfolg, Effektivität und Überzeugung gerichtete Kommunikationsverhalten von Menschen. Jenseits aller Meinungsunterschiede über den Charakter und Wert der Rhetorik sind sich jedoch alle einig: Rhetorik gewinnt in allen Lebenslagen an Bedeutung. Entsprechend vielfältig sind die Felder, in denen rhetorische Kompetenzen zur Anwendung gebracht werden können.


Ob nun Schüler, Handwerker, Unternehmer oder Politiker, wer zielgerichtet redet, die Körpersprache sicher einsetzen und die eigene Person gut inszenieren kann, überzeugt seine Mitmenschen vom eigenen Anliegen.

Wann immer die Akzeptanz für die eigene Sache gewonnen oder Gleichgesinnte für ein gemeinsames Ziel motiviert werden sollen, sind rhetorische Kenntnisse von größtem Nutzen. Dabei sind Gespräche, Diskussionen und Debatten wichtige Instrumente, um unvereinbare Standpunkte zu vermitteln, kontroverse Fragen zu klären und im Streit der Meinungen Entscheidungen herbeizuführen.

Die Bewerbung für einen neuen Job, der Versuch, einen Türsteher eines In-Lokals zu überzeugen, eine 5-köpfige Männergruppe passieren zu lassen oder die Verkäuferin auf dem Münchner Viktualienmarkt, die einfach ihr Gemüse wohlfeil bietet. Das alles sind Situationen aus dem Leben, wo wir mit den richtigen Strategien unsere Mitmenschen effektiv überzeugen können. Kurz: Die Rhetorik lehrt, wie man im Leben erfolgreich sein und andere Menschen mittels Worte glaubwürdig überzeugen kann.

Es ist noch kein Rhetorikmeister vom Himmel gefallen

Wie haben berühmte Redner wie Socrates, Kennedy, Ghandy und Helmut Schmidt in der Vergangenheit das Publikum für sich gewonnen?

Wie schafft es heute Barack Obama mit seinen Reden und Ansprachen die Welt zu bewegen?

Allesamt sind sie brillante Rhetoriker. Sie fesseln ihr Publikum durch packende Geschichten, gekonnte Argumentation und überzeugen durch ihr Auftreten, Wissen und ihre rhetorischen Kniffe. Dabei gilt: Es ist noch kein Rhetorikmeister vom Himmel gefallen. Professionalisierte Redekompetenz, gekonnt ausgearbeitete Reden und zielgerichtetes Training bedarf an Wissen, Übung und Erfahrung. Grund genug sich einmal mit dem über 2500 Jahre gesammelten Wissensgebilde der Rhetorik auseinander zu setzen.

Von A, wie Ausdruck bis Z, wie Zielsetzung, bei selfmade-erfolg.de stellen wir Ihnen wöchentlich die wichtigsten und zentralsten Bereiche und Kenntnisse der angewandten Rhetorik vor – Lesen Sie, wie Sie ihrem Anliegen Ausdruck und Gehör verschaffen, warum die Körpersprache manchmal mehr sagen kann, als tausend Worte oder wie sie vom leeren Blatt zu einem gelungen Vortrag kommen – praxisnah, mit Beispielen sowie Tipps und Kniffen, die Sie in jeder Lebenslage kommunikativ anwenden können.

Ein Gastbeitrag von Stefanie Montwill

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